Glasfaser: Routerfreiheit gilt laut Bundesnetzagentur auch für FTTH

Es hat über vier Jahre gedauert, aber jetzt hat eine Projektgruppe bei der Bundesnetzagentur nochmals festgelegt, dass auch bei FTTH die Dose an der Wand der Netzabschlusspunkt ist. Im Gesetz zur Routerfreiheit war das immer eindeutig.

Artikel veröffentlicht am ,
Wo endet das Netz?
Wo endet das Netz? (Bild: AVM)

Die Routerfreiheit bedeutet, dass die Dose an der Wand der Netzabschlusspunkt ist. Das hat die Projektgruppe des Ausschusses technische Regulierung in der Telekommunikation (ATRT) der Bundesnetzagentur in einem nun veröffentlichten Praxisleitfaden bestätigt. "In Festnetzen ist der Netzabschlusspunkt an der Anschlussdose in den Räumlichkeiten des Endnutzers für alle Technologien, also auch für FTTH, zu verorten".

Stellenmarkt
  1. Junior Professional Projektmanager Plattformentwicklung Lidl Reisen (m/w/d)
    Lidl Digital, Neckarsulm
  2. Technische Fachkraft für das Medienzentrum (w-m-d)
    Kreis Offenbach, Dreieich
Detailsuche

"Dies verschafft der Routerfreiheit einen weiteren wichtigen Schub", erklärte der Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE) am 17. September 2020.

Bereits am 1. August 2016 war in Deutschland der Routerzwang per Gesetz abgeschafft und festgelegt worden, dass die Macht des Netzbetreibers für den Internetzugang an einem passiven Übergabepunkt beim Kunden endet. Der Routerzwang wurde durch die Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, vor allem im Kabelnetz war dies gängige Praxis. Doch besonders Vodafone stritt sich auch danach weiter mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt, und verweigert Kunden die Nutzung eines eigenen Glasfasermodems. Auch der Branchenverband Buglas übernahm diese umstrittene Position.

Routerfreiheit bei FTTH: Warum es beim ATRT so lange gedauert hat

Für die relativ einfache technische Festlegung brauchte die Projektgruppe des ATRT über vier Jahre. Das hatte einen Grund: Vodafone wollte dort seine Definition des Netzabschlusspunktes durchsetzen und so die Routerfreiheit beenden. Das erklärte der ehemalige Leiter der Entwicklung bei TAS (Telefonbau Arthur Schwabe), Dieter Fischer, in einem Beitrag bei Linkedin. Fischer arbeitete in der ATRT-Projektgruppe der Bundesnetzagentur mit, die Empfehlungen zur Umsetzung der Veröffentlichungspflichten für Schnittstellenbeschreibungen in öffentlichen Telekommunikationsnetzen zum Anschluss von TK-Endgeräten erarbeitete. Fischer forderte, dass private Router mit sicherheitsrelevanten Funktionen direkt am Anschlusskabel zum Netzbetreiber installiert werden müssen. Solche Router könnten nicht hinter aktiven Komponenten wie Modems und Glasfaser-ONT betrieben werden, weil sie für die Verfügbarkeitsüberwachung während des Betriebs und bei Stromausfall das physikalische Anschlussmedium unmittelbar messtechnisch erfassen müssten.

Golem Akademie
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03.–04. Februar 2022, Virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Bundesnetzagentur hatte während der gesamten Zeitspanne Kenntnis über die Praxis von Vodafone und anderen Netzbetreibern, schritt aber nicht ein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Faksimile 19. Sep 2020

Druck kann auch manchmal helfen ...

ralfbergs 18. Sep 2020

So ist es.

Faksimile 18. Sep 2020

Das wissen die Netzbetreiber doch. Und die Regelung bzg. des passive Abschlußes ist doch...

Faksimile 18. Sep 2020

Nur dann, wenn die technischen Dinge gleich wären. Sind sie aber nicht. Weil der Kunde...

Bdy 18. Sep 2020

SFP auf Routerseite ja, geschenkt. Aber die Faser ist providerseitig zwangsläufig auf...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Einführung in MQTT
Alles läuft über den Broker

MQTT eignet sich hervorragend für Sensoren und IoT-Anwendungen. Wir geben eine Einführung in das Protokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation.
Von Florian Bottke

Einführung in MQTT: Alles läuft über den Broker
Artikel
  1. Intel SGX: Cyberlink rät zu alten CPUs für UHD-Blu-rays
    Intel SGX
    Cyberlink rät zu alten CPUs für UHD-Blu-rays

    Weil Intel kein SGX mehr unterstützt, empfiehlt Cyberlink, keine aktuelle Hardware zu nutzen und keine Software-Updates einzuspielen.

  2. Elektromobilität: Ladesäulen für BP bald profitabler als Tankstellen
    Elektromobilität
    Ladesäulen für BP bald profitabler als Tankstellen

    BP steht kurz davor, dass Schnellladestationen profitabler sind als Tankstellen. Das könnte zusätzliche Investitionen in Ladesäulen bringen.

  3. Nachfolger von Windows 10: Microsoft überarbeitet die Widgets in Windows 11
    Nachfolger von Windows 10
    Microsoft überarbeitet die Widgets in Windows 11

    Bisher gibt es im Widgets-Panel unter Windows 11 nicht viel zu sehen. Microsoft will das mit Sun Valley 2 ändern und mehr Apps integrieren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Vivobook Flip 14" 8GB 512GB SSD 567€ • Philips OLED 65" Ambilight 1.699€ • RX 6900 16GB 1.489€ • Asus Gaming-Notebook 17“ 16GB 1TB SSD 1.599€ • Gainward RTX 3080 12GB 1.639€ [Werbung]
    •  /