Abo
  • Services:
Anzeige
TUM-Forscher Fabian Steiner, Georg Böcherer und Patrick Schulte (v. l. n. r.)
TUM-Forscher Fabian Steiner, Georg Böcherer und Patrick Schulte (v. l. n. r.) (Bild: Denise Panyik-Dale/Alcatel-Lucent)

Glasfaser: Professor verteidigt 1-TBit/s-Versuch im Netz der Telekom

TUM-Forscher Fabian Steiner, Georg Böcherer und Patrick Schulte (v. l. n. r.)
TUM-Forscher Fabian Steiner, Georg Böcherer und Patrick Schulte (v. l. n. r.) (Bild: Denise Panyik-Dale/Alcatel-Lucent)

Andere haben im Glasfasernetz zwar schon sehr viel höhere Datenraten erreicht. Dennoch sei ein aktueller Feldtest an der TU München etwas Besonderes, sagte uns Professor Gerhard Kramer. Denn mit dieser Technik könnten auch Modems besser gemacht werden.

Obwohl über Glasfaser schon sehr viel höhere Datenübertragungsraten erzielt wurden, ist mit einem Feldversuch im Netz der Deutschen Telekom eine ungewöhnlich flexibel einsetzbare Technik erprobt worden. Das erklärte Professor Gerhard Kramer, Inhaber des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik der Technischen Universität in München, auf Anfrage von Golem.de. "Ja, andere haben 1 TBit/s auch schon erreicht. Aber der Ansatz war 'obvious': Man nehme einfach 10 Kanäle, die 100 GBit/s übertragen, und erreicht dadurch 1 TBit/s. Oder zum Beispiel 50 Kanäle, um 5 TBit/s zu erreichen."

Anzeige

Vor zwei Jahren hatten Forscher der Technical University of Denmark (DTU) mit 43 Terabit pro Sekunde den Weltrekord bei der Datenübertagung über eine Glasfaserleitung mit einem Laser gebrochen. Damit wurde der Rekord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eingestellt, das 2011 eine Übertragungsrate von 26 TBit/s erreicht hatte. Aber dieser Ansatz sei "teuer, ineffizient, und wissenschaftlich uninteressant". Benötigt würden zehn Laser am Sender und zehn Laser am Empfänger, zehn Sendegeräte und zehn Empfangsgeräte. So würde auch viel Bandbreite - vielleicht 20 bis 50 Prozent - verschwendet, weil zehn Kanäle interferenzfrei gehalten werden müssten. Kramer urteilt: "Eine echte Innovation ist dieser Ansatz nun wirklich nicht, und über Wissenschaft darf man gar nicht reden."

Probabilistic Constellation Shaping

Bei dem Versuch der TU München (TUM) kam eine neue Modulationstechnik der Nokia Bell Labs, T-Labs und der Universität zum Einsatz. Bei dem Feldtest wurde der neue Modulationsansatz Probabilistic Constellation Shaping eingesetzt, der das Quadrature-Amplitude-Modulation-Format (QAM) verwendet, um eine höhere Übertragungskapazität über einen definierten Kanal zu erreichen und so die spektrale Effizienz zu verbessern.

Die TUM-Architektur habe die Vorteile, dass jeweils nur ein Sendelaser, Empfangslaser, Sendegerät, Empfangsgerät und nur ein Kanal benötigt würden. Man könne auch viele logische Kanäle bündeln und die Raten je nach Distanz und Zuverlässigkeit adaptieren.

Um diese Raten und Flexibilität zu erreichen, sei eine grundlegend neue Sendearchitektur nötig, die der TUM-Forscher Georg Boecherer erfunden hat. Diese Sendearchitektur könne auch für 5G Wireless, Kabelmodems, DSL-Modems, Satellitenlinks und anderes genutzt werden. "Es ist eine universelle Architektur für alle Kommunikationsgeräte. Die Methode hat also das Potential, die Kommunikation der ganzen Welt zu vereinfachen und in Milliarden von Geräten zu erscheinen", sagte Kramer.


eye home zur Startseite
vh 22. Sep 2016

Danke für die Antwort

Ovaron 22. Sep 2016

"Die Lücke die er hinterläßt füllte ihn vollkommen aus" :-)

lester 22. Sep 2016

Ich bin ebenfalls kein Experte, aber es wäre durchaus Denkbar das eine gewisse...

mainframe 22. Sep 2016

... ist wohl auch, dass es nicht unr im Labor funktioniert, sondern im Praxistest ohne...

M.P. 21. Sep 2016

Link im Artikel zum ursprünglichen Artikel folgen .... Der erklärt etwas besser. Wie QAM...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Rostock, Magdeburg, Halle (Saale), Bremen
  2. über Ratbacher GmbH, Karlsruhe
  3. ETAS GmbH & Co. KG, Stuttgart
  4. Oetker Digital GmbH, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€ USK 18 (Versand über Amazon)
  2. (u. a. Day of the Tentacle Remastered 4,99€, Grim Fandango Remastered 2,79€, Monkey Island 2...

Folgen Sie uns
       


  1. Cyberangriff auf Bundestag

    BSI beschwichtigt und warnt vor schädlichen Werbebannern

  2. Equal Rating Innovation Challenge

    Mozilla will indische Dörfer ins Netz holen

  3. Firmenstrategie

    Intel ernennt Strategiechefin und gründet AI-Gruppe

  4. APFS unter iOS 10.3 im Test

    Schneller suchen und ein bisschen schneller booten

  5. Starship Technologies

    Domino's liefert in Hamburg Pizza per Roboter aus

  6. Telekom Stream On

    Gratis-Flatrate für Musik- und Videostreaming geplant

  7. Nachhaltiglkeit

    Industrie 4.0 ist bisher kein Fortschritt

  8. Firaxis Games

    Civilization 6 kämpft mit Update schlauer

  9. Microsoft Office

    Excel-Dokumente gemeinsam bearbeiten und autospeichern

  10. Grafikkarte

    AMDs Radeon RX 580 nutzt einen 8-Pol-Stromanschluss



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gesetzesentwurf: Ein Etikettenschwindel bremst das automatisierte Fahren aus
Gesetzesentwurf
Ein Etikettenschwindel bremst das automatisierte Fahren aus
  1. E-Mail-Lesen erlaubt Koalition bessert Gesetz zum automatisierten Fahren nach
  2. Autonomes Fahren Uber stoppt nach Unfall Versuch mit selbstfahrenden Taxis
  3. Tesla Autopilot Root versichert autonom fahrende Autos

Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Synlight: Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll
Synlight
Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll
  1. Energieversorgung Tesla nimmt eigenes Solarkraftwerk in Hawaii in Betrieb

  1. Re: Der Totale Witz

    laserbeamer | 14:27

  2. Re: Was'n das? Android oder Windows

    Rayman6 | 14:26

  3. Re: Wer?

    Spaghetticode | 14:25

  4. Re: Ideal die Streamingdienste nutzen?!

    PiranhA | 14:25

  5. Re: Was zu erwarten war...

    Kondratieff | 14:25


  1. 13:59

  2. 12:45

  3. 12:30

  4. 12:09

  5. 12:04

  6. 11:56

  7. 11:46

  8. 11:41


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel