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Glasfaser Nordwest: Vodafone verkauft Glasfaser von Telekom und EWE

Vodafone und Glasfaser Nordwest arbeiten jetzt an den technischen Schnittstellen, um ihre Netze zu verbinden. Das dauert noch einige Monate.
/ Achim Sawall
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Technik bei Glasfaser Nordwest (Bild: Glasfaser Nordwest)
Technik bei Glasfaser Nordwest Bild: Glasfaser Nordwest

Vodafone vermarktet künftig Zugänge von Glasfaser Nordwest, einem Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des Energieversorgers EWE. Das gab Vodafone am 1. April 2026 bekannt. Beide Unternehmen haben sich darauf geeinigt, das gesamte Open-Access-Netz der Glasfaser Nordwest zukünftig für die Vermarktung von Vodafone in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen zu nutzen.

Vodafone und die Telekom stellen auf Branchentreffen und Kongressen gerne ihre offene Feindschaft heraus. EWE ist führend im Branchenverband Breko, einem der schärfsten Kritiker der Telekom bei Überbau und Remonopolisierung.

Solche Kooperationen stärken die Auslastung der Glasfasernetze und sind damit gut für die gesamte Branche und die Haushalte. "Inzwischen haben wir 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte in die Vermarktung gebracht – und es geht noch weiter. Diese Partnerschaft ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Glasfaserausbau in der Nordwest-Region nachhaltig voranzutreiben. Besonders stolz macht uns, dass unser Open-Access-Modell weiterhin Früchte trägt" , erklärte Andreas Mayer, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest. "Mit Vodafone haben wir nun einen weiteren bedeutenden Partner an unserer Seite." Bis 2028 sollen bis zu 1,8 Millionen Adressen mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden.

Glasfaser Nordwest: Bundeskartellamt zufrieden mit Umsetzung der Auflagen

Die Vermarktung soll im Herbst 2026 starten. Bis dahin realisieren beide Partner die technischen Schnittstellen und testen Buchungs- sowie Abrechnungsprozesse.

Das Bundeskartellamt hatte erst am 26. März 2026 entschieden(öffnet im neuen Fenster) , das Verfahren gegen das Joint Venture Glasfaser Nordwest einzustellen. Die beiden Konzerne hatten den Ausbau trotz des Verfahrens ungebremst fortgesetzt. Die Beteiligten hätten die letzten verbliebenen wettbewerblichen Bedenken ausgeräumt.

Glasfaser Nordwest ist selbst nicht im Geschäft mit Endkunden tätig. Der Ausbau im Kooperationsgebiet sei weit fortgeschritten und die ursprünglichen Ausbauziele wurden deutlich übertroffen. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, sagte: "Bis Ende des Jahres werden voraussichtlich etwa 90 Prozent der Haushalte und Unternehmensstandorte im Kooperationsgebiet über ein Glasfasernetz erreichbar sein." Dazu habe die Glasfaser Nordwest maßgeblich beigetragen.


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