Glasfaser Nordwest: United Internet will Glasfaser von Telekom und EWE aufhalten

Das Bundeskartellamt prüft, ob Telekom und EWE durch ihr Joint Venture Glasfaser Nordwest für 1,5 Millionen Haushalte andere Netzbetreiber ausschließen. Dahinter stecken United Internet und Telefónica. United Internet widerspricht der Darstellung.

Artikel veröffentlicht am ,
Der EWE-Vorstand Michael Heidkamp (l.) und Telekom-Chef Tim Höttges im Jahr 2017
Der EWE-Vorstand Michael Heidkamp (l.) und Telekom-Chef Tim Höttges im Jahr 2017 (Bild: Deutsche Telekom)

Das Gemeinschaftsunternehmen Glasfaser Nordwest der Deutschen Telekom und des Kommunalversorgers EWE könnte den Wettbewerb behindern und den Internetausbau bremsen, befürchtet das Bundeskartellamt. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Paywall) unter Berufung auf die Behörde. Gegner des Projekts sind Telefónica Deutschland und United Internet, die die Vorleistungspreise für eine Mitnutzung als zu hoch bewerten. United Internet will laut Informationen der Zeitung erreichen, dass Glasfaser Nordwest für weitere Investoren als Mitgesellschafter geöffnet wird.

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"Die Prüfung des Kartellamtes wurde nicht durch uns ausgelöst und wir wollen das auch nicht per se verhindern. Es geht darum, dass der Ausbau mit Glasfaser fair geregelt werden muss", sagte United-Internet-Sprecher Mathias Brandes. Solche Projekte würden vom Kartellamt in der Regel automatisch geprüft. Als betroffene Partei seirn United-Internet und andere aufgefordert worden, dazu Stellung zu nehmen.

Glasfaser Nordwest will bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Firmen in Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Bremen mit Internet versorgen. Beide Partner gehen von einer Investitionshöhe von bis zu zwei Milliarden Euro über einen Zeitraum von rund zehn Jahren aus.

"Es muss aber sichergestellt sein, dass dadurch die Ausbaudynamik zwischen den Wettbewerbern auf dem Markt nicht erlahmt und durch die Zusammenarbeit tatsächlich der Glasfaserausbau beschleunigt wird", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es gebe laut den Informationen der Zeitung noch keine offizielle Abmahnung, doch es liefen bereits intensive Gespräche über Auflagen.

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Andere Netzbetreiber dürften durch das Joint Venture nicht dauerhaft ausgeschlossen werden. Man prüfe derzeit, ob möglicherweise Auflagen zu der Kooperation notwendig seien, "die einen Zugang Dritter sicherstellen", erklärte Mundt. Die Frist für die Prüfung der im März angemeldeten Fusion ist bis zum 21. August 2019 verlängert worden.

Das gemeinsame Glasfaserunternehmen von EWE und Telekom unterliege nicht der Regulierung für TAL oder Bitstrom, hatte die Bundesnetzagentur im August 2018 entschieden. United Internet und Vodafone hatten zuvor bereits eine Öffnung der Glasfasernetze gefordert und wollten einen Zugang zu regulierten Preisen durchsetzen.

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Sprite007 05. Dez 2019

Die Spinnen doch von United Internet. Dadurch kommt das Internet schneller zu uns. So...

 20. Jun 2019

Bei einer Kooperation zur Vermeidung von Konkurrenz ist die Lage noch ein wenig anders...

LinuxMcBook 19. Jun 2019

Dein Sarkasmus geht irgendwie nach hinten los, denn deine einzige Stromleitung ist im...

chefin 19. Jun 2019

Wie wäre es, wenn für die Mitnutzung der Glasfaser umgedreht eine Mitnutzung des...



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