Glasfaser: M-net errichtet Bayernring und verbindet sich mit DE-CIX
M-net errichtet einen Südwestring über 1.200 Kilometer von München nach Frankfurt, der Bayern und Baden-Württemberg verbindet und bis Jahresende in Betrieb geht. Das gab der Glasfasernetzbetreiber am 22. Januar 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . In dem Netz erfolgt die Übertragung der Daten rein photonisch. Die mögliche Übertragungsleistung liegt bei 76 Terabit pro Sekunde über eine Glasfaser. Die Fertigstellung erfolgt bis Ende 2020.
Es sind Übertragungsraten von bis zu 600 Gigabit pro Sekunde auf einer einzelnen Wellenlänge oder bis zu 76 Terabit pro Sekunde über eine Glasfaser möglich. Ein Großteil der passiven Infrastruktur des Bayernrings wird von dem Infrastrukturbetreiber Gasline bereitgestellt.
Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer bei M-net, erklärte: "Der Bayernring ist ein rein photonisches Netz. Unseres Wissens nach ist ein glasfaserbasiertes Quanten-Netz dieser Größe und mit derart moderner Technologie bisher einzigartig in Europa."
Ministerialdirektor Alexander Voitl vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat erklärte: "30 MBit/s oder mehr, die EU-Definition für Breitband, erhalten 95 Prozent aller Haushalte in Bayern." Bereiche, die diese Datenrate erhalten, aber nicht gigabitfähig sind, sogenannte graue Flecken, konnten bisher nicht gefördert werden. Dies sei laut Voitl nun bei der EU für den Freistaat Bayern durchgesetzt worden. Eine Förderung zu FTTB (Fiber To The Building) sei nun möglich.
Der Bayernring, der am Mittwoch in Betrieb geht, ist ein Overlay-Netz, das auf der bisherigen Core-Infrastruktur von M-net zwischen München und Nürnberg aufsetzt. Der Ring wird über zwei zusätzliche Leitungstrassen verfügen. Im ersten Quartal 2020 wird die Süd-West-Tangente aufgebaut und verbindet München künftig über Augsburg, Ulm, Stuttgart und Karlsruhe mit dem DE-CIX in Frankfurt. Der Ringschluss erfolgt Ende 2020 mit der Nord-Ost-Spange. Sie führt von Frankfurt über Würzburg, Nürnberg und Erlangen zurück nach München.
Der neue Bayernring, bei dem Transponder von Nokia zum Einsatz kommen, kommt nach den Angaben ohne DWDM-Knoten für die optisch-elektronische Wandlung aus. Daher muss auch keine Energie für Wandler- und Verstärkerelemente auf der Strecke oder für die Kühlung von elektrischen Netzkomponenten aufgewendet werden.
Ein Großteil der passiven Infrastruktur des Bayernrings wird von dem Infrastrukturbetreiber Gasline bereitgestellt.
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