Glasfaser: FTTH für alle in der EU kostet 156 Milliarden Euro

Laut einer neuen Studie ist FTTH für alle in der EU weit günstiger zu haben als gedacht. Die Kosten beinhalten 100 Prozent versorgte und 50 Prozent angeschlossene Haushalte.

Artikel veröffentlicht am ,
Glasfaserausbau in Bamberg
Glasfaserausbau in Bamberg (Bild: Stadtwerke Bamberg)

Fiber To The Home (FTTH) für alle in der Europäischen Union kostet 156 Milliarden Euro. Das gab die Branchenorganisation FTTH Council Europe am 26. Januar 2017 unter Berufung auf Berechnungen von COMSOF für die EU-28-Staaten bekannt. COMSOF ist ein belgisches Consultant und Softwareunternehmen.

Stellenmarkt
  1. Leitung der IT-Einheit für die Integration von Cloud Lösungen (m/w/d)
    Deutsche Bundesbank, Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf
  2. IT Auditor (m/w/d)
    Dr. August Oetker KG, Bielefeld
Detailsuche

Die Kosten beinhalten 100 Prozent versorgte (Homes Passed) und 50 Prozent angeschlossene Haushalte. Die Berechnungen folgen dem Greenfield-Ansatz, also von Grund auf neu, ohne belastende Voraussetzung und Rahmenbedingungen. Dabei geht die Studie davon aus, dass mit der Wiederverwendung bestehender Infrastrukturen und der wirksamen Umsetzung der Kostenreduktionsrichtlinie erhebliche Einsparungen erzielt werden könnten.

"Diese Kostenvoranschläge zeigen, dass FTTH in der gesamten EU erreichbar ist", sagte Erzsebet Fitori, Generaldirektor des FTTH Council Europa.

Einige Länder schon gut versorgt

Schweden, Spanien und Portugal hätten beispielsweise bereits eine FTTH-Abdeckung von über 80 Prozent - was darauf hindeute, dass eine hohe FTTH-Abdeckung realistisch erreicht werden könne. Sowohl die Europäische Investitionsbank als auch Analysis Mason setzten die Kosten eines vollständigen FTTH-Netzes zwischen 220 und 250 Milliarden Euro an. Diese Angaben fielen bei der Wiederverwendung der Infrastruktur auf 154 Milliarden Euro.

Golem Akademie
  1. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
  2. Cloud Transformation Roadmap: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Kosten für den flächendeckenden Ausbau von Gigabitinfrastrukturen werden laut Angaben des Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo je nach konkreter Ausgestaltung allein für Deutschland auf bis zu 100 Milliarden Euro geschätzt.

Oliver Falck, Leiter des Ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, sagte am 27. Oktober 2016: "Zumindest mittelfristig erscheint ein flächendeckender Ausbau von Glasfaserverbindungen bis zum Endkunden (FTTH/B), der Milliardeninvestitionen erfordert, weder notwendig noch finanzierbar." Etwa 2,7 Millionen Haushalte werden in Deutschland Ende des Jahres 2016 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller (FTTB/FTTH) angeschlossen sein - ein Viertel mehr als im Vorjahr, hatte der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) im Oktober bekanntgegeben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plutoniumsulfat 26. Jan 2017

Wie lang ist denn Frankreich?

DerDy 26. Jan 2017

Aber nicht bei Kosten von 156 Mrd Euro. Auch heute kannst du schon überall FTTH haben...

Ovaron 26. Jan 2017

Bitte untermauere diese Behauptung mit Zahlen.

neocron 26. Jan 2017

ah, wir behaupten das einfach mal willkuerlich, nicht wahr?

My1 26. Jan 2017

aber is nicht irgendwann voll wenn alle mit funk kommen? da kommt im schlimmsten fall...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

  2. Hauptuntersuchung: Tesla Model S beim TÜV nur knapp vor Verbrennern von Dacia
    Hauptuntersuchung
    Tesla Model S beim TÜV nur knapp vor Verbrennern von Dacia

    Bei den TÜV-Prüfungen schneidet das Model S nicht viel besser ab als sehr günstige Verbrenner. Andere E-Autos sind da besser.

  3. Raumfahrt: China schleppt defekten Satelliten ab
    Raumfahrt
    China schleppt defekten Satelliten ab

    Ein nicht funktionsfähiger Satellit wurde mit Hilfe eines weiteren Satelliten dorthin verbracht, wo er keine Gefahr darstellt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /