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Glasfaser: FTTH-Anschlüsse der Telekom sind ein Staatsgeheimnis

Weder Bundesverkehrsministerium noch Telekom machen Angaben zum echten Glasfaserausbau des Konzerns bis ans oder ins Haus. Das Geheimnis wird von beiden Seiten gehütet.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom macht seit längerer Zeit keine Angaben mehr dazu, wie viele FTTH/B-Anschlüsse das Unternehmen betreibt, weil der Ausbau praktisch eingestellt wurde. Auch das Bundesverkehrsministerium schweigt dazu.

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Zehn Tage dauerte es, bis Golem.de von dem Ministerium erfuhr, dass aktuell 2,8 Millionen Haushalte in Deutschland über einen direkten Glasfaseranschluss (FTTB/FTTH) verfügen. Diese Information ist jedoch bekannt. "Zahlen bezüglich der Telekom sind beim Unternehmen zu erfragen", hieß es aus der Pressestelle. Doch das Unternehmen antwortet auf diese Frage nicht, was das Bundesministerium genau weiß.

Laut VATM (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten) liefert die Telekom aber regelmäßig Kilometerangaben zum Glasfaserausbau an das Bundesverkehrsministerium, die veröffentlicht werden mit dem Ergebnis, dass die Telekom viele Kilometer mehr Glasfaser baut als die Wettbewerber. Doch neun von zehn Haushalten, die Ende 2016 einen FTTB/H-Anschluss nutzen, beziehen diesen nicht von der Telekom, sondern von einem alternativen Netzbetreiber. Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, steigt laut der aktuellen TK-Marktstudie des VATM im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf 791.000.

Die Telekom hat annähernd 500.000 Haushalte mit Fiber To The Home (FTTH) erschlossen. Das hatte Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme am 18. Mai 2015 Golem.de gesagt - oder es war ihm wohl eher herausgerutscht. Die Anzahl der zahlenden Kunden sei niedriger.

Neuer Quartalsbericht im November

Danach wurden keine Angaben zur Anzahl der FTTH-Zugänge mehr veröffentlicht: Die Telekom weist pauschal VDSL (FTTC - Fiber To The Curb), Vectoring (FTTC) und FTTH (Fiber To The Home) zusammen als Glasfaseranschlüsse aus. Bei VDSL und Vectoring endet die Glasfaser aber am Kabelverzweiger oder am Outdoor DSLAM.

Auf die Frage von Golem.de in vergangenen Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen, warum die Angaben zu FTTH weiter versteckt würden, sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges im August 2016: "Was uns interessiert, ist die Bandbreite, die der Kunde bekommt." Mit Vectoring seien 100 MBit/s und perspektivisch 250 MBit/s möglich. Der Mix aus Technologien sei das Entscheidende. Die Telekom habe 500.000 Kilometer Glasfaser gebaut.

Doch bei FTTH komme am meisten beim Endkunden an, das sei eine physikalische Tatsache, alles andere seien Ausflüchte, da sind sich Experten und Ausrüster bei inoffiziellen Gesprächen einig.

Die Telekom wird am 10. November 2016 die Finanzzahlen für das 3. Quartal 2016 vorstellen. Die Angaben zu FTTH/B dürften wieder fehlen.



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Ovaron 05. Nov 2016

Nein, das wurde nicht ermittelt. Der Kerl hat ein Pilzsüppchen getrunken und danach ein...

ChevalAlazan 05. Nov 2016

Du kommst 16 Jahre zu spät. Wir haben nicht mehr 2000 sondern schon nach 2001 und im...

Higilopochtli 04. Nov 2016

"VTTB" sagt mir auch nichts, da die Planung aber vorsieht, einzelne Gehöfte direkt per...

rosapantherschreck 04. Nov 2016

1.) Wenn die Telekom viele Km Glasfaser mehr baut als ihre Wettbewerber, doch "neun von...

Ovaron 03. Nov 2016

Da wo sie mit dem Geld der Steuerzahler in Form von Subventionen arbeiten haben sie sehr...


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