Glasfaser: DNS:NET will FTTH nach Berlin bringen

Berlin hat kaum Glasfaser bis ins Haus, aber eine Gigabit-Strategie. DNS:NET tut etwas für die Versorgung am Stadtrand.

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Staatssekretär Tino Schopf, Senatsverwaltung Wirtschaft von Berlin (l.), und Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung von DNS:NET (r.)
Staatssekretär Tino Schopf, Senatsverwaltung Wirtschaft von Berlin (l.), und Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung von DNS:NET (r.) (Bild: DNS:Net/T. Ecke)

DNS:NET will bis spätestens zum Jahr 2030 mehrere Hunderttausend Anschlusspunkte in Berlin eigenwirtschaftlich mit Glasfaser (FTTB/H) versorgen. Das gab der Netzbetreiber am 11. März 2022 bekannt. Am Vortag unterzeichneten DNS:NET und Staatssekretär Tino Schopf (SPD) von der Senatsverwaltung für Wirtschaft eine Absichtserklärung für den Gigabitausbau in Berlin.

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Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung von DNS:NET, sagte: "Wir sind seit vielen Jahren aktiv dabei, die innerstädtische Infrastruktur und Großprojekte bis hin zu den Außenbezirken mit Glasfaserinternet und FTTH zu versorgen." Man unterstütze den Plan für die Gigabit-Hauptstadt Berlin mit dem Ausbau in zahlreichen unterversorgten Gebieten unter anderem in den Stadtrandlagen. Absichtserklärungen sind jedoch nicht rechtlich verbindlich.

DNS:NET betreibt einen Berliner Glasfaser-Backbone und seine Brandenburger Glasfasertrasse. Zu den Projekten, die im Jahr 2021 umgesetzt wurden, gehörte der Ausbau der Orte Bernau, Michendorf, Nuthetal, Stahnsdorf, Schulzendorf, Zeuthen und Eichwalde im Berliner Umland sowie in Gemeinden in Sachsen-Anhalt.

Ganz Berlin ist bei FTTH unterversorgt

Laut Schopf richtet DNS:NET sein Augenmerk besonders auf Berlins unterversorgte Gebiete in den Stadtrandlagen. Hier wolle das Unternehmen möglichst in Kooperation mit den jeweiligen Bezirksämtern investieren. Im November 2020 nutzten über 40.000 Haushalte im Berliner Umland das Netz des Unternehmens.

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Der Ausbau von DNS:NET ist Teil der Gigabit-Strategie des Landes Berlin, der im Juni 2021 vorgestellt wurde. Die Hauptstadt soll danach bis zum Jahr 2025 eine flächendeckende Gigabit- und eine vollständige 5G-Versorgung aller Haushalte, Unternehmensstandorte und oberirdischen Verkehrswege erreichen. Bis zum Jahr 2030 soll es sogar Glasfaser-Versorgung für die gesamte Stadt geben.

Doch tatsächlich ist Glasfaser bis ins Haus in Berlin noch kaum verfügbar. Laut einem Glasfaser-Ranking vom Juni 2020 war Berlin nur zu 5 Prozent mit FTTH versorgt. Nach einer parlamentarischen Anfrage der FDP haben nur 7,2 Prozent der Haushalte in Berlin einen Glasfaser-Anschluss.

Besonders die Schulen sind nicht vernetzt: Auf Anfrage der BBZ (Berliner Bildungszeitschrift) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom Juli/August 2020 räumte die zuständige Senatsverwaltung ein, dass keine der mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen war.

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