Abo
  • Services:

Glasfaser: Bundesnetzagentur gegen Regulierungsferien für Telekom

Der Chef der Bundesnetzagentur wendet sich gegen die Extrempositionen von Telekom auf der einen und Vodafone auf der anderen Seite im Streit um Regulierung von Glasfaser.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Deutschen Telekom
Netzausbau der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann will die Regulierung für den Glasfaserausbau der Deutschen Telekom lockern, aber nicht ganz aufgeben. Wie Homann in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Paywall) darlegte, ist bei echten Glasfaseranschlüssen eine "Rückführung der bisherigen Zugangs- und Entgeltregulierung" denkbar, sofern im künftigen Regulierungsrahmen "eine Möglichkeit der Streitbeilegung durch die Bundesnetzagentur gesetzlich verankert wird".

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Leipzig
  2. TUI InfoTec GmbH, Hannover

Die Telekom verlange dagegen den vollständigen Verzicht auf eine Regulierung der Glasfaser. Sie will nur dann umfassend in den Glasfaserausbau investieren, wenn sie Konkurrenten keinen garantierten Netzzugang zu regulierten Vorleistungspreisen gewähren muss.

Homann: Telekom wird dies akzeptieren müssen

Homann schreibt: "Die Deutsche Telekom wird akzeptieren müssen, dass ein wesentlicher Teil der Wettbewerber zwar zu Kooperationen und weitgehendem Verzicht auf Regulierung der Glasfaser bereit sind, aber im Streitfall nicht schutzlos oder auf langwierige Zivilverfahren angewiesen sein wollen."

Die Telekom braucht laut Konzernchef Tim Höttges für den Glasfaserausbau eine andere Regulierung. Wenn die Telekom mit Stadtnetzbetreibern zusammenarbeite, würden diese sonst sofort mit der Regulierung infiziert. "Wir sollen in neuen Märkten auf Zugangs- und Endgeldregulierung komplett verzichten, und auf freiwilligen Open-Access-Zugang setzen", sagte er im Dezember 2017. Doch dies wollten Vodafone und 1&1 nicht.

Homann wies auch die Forderungen der von Vodafone angeführten Speed Allianz zurück, die sich für einen vollständigen Erhalt der heutigen Regulierung einsetzt. Auch die Telekom und Vodafone müssten lernen, das zu tun, was sie immer für sich als Unternehmensziel reklamierten, nämlich mit Innovationen Kunden zu gewinnen, in Zukunftstechnologien, also Glasfaser bis in die Häuser, zu investieren, und sich dem Wettbewerb zu stellen, statt den Schutz ihrer Unternehmensinteressen durch Regulierung oder den vollständigen Verzicht darauf zu verlangen.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) begrüßte das Statement von Homann ausdrücklich. Frei verhandelte Kooperationsmodelle zwischen den Netzbetreibern und ausdrücklich auch mit der Telekom sollten durchaus mit weniger Regulierung gestaltet werden. Verbandschef Stephan Albers sagte: "Für die künftige Glasfaserwelt gilt die Devise: Open Access vor Regulierung." Regulatorische Eingriffe durch die Bundesnetzagentur müssten allerdings möglich sein, wenn Open-Access-Verhandlungen scheitern oder verweigert würden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 20€, Boxsets im Angebot, Serien zum Sonderpreis)
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

Folgen Sie uns
       


Cryorig Taku - Test

Das Cryorig Taku ist ein ungewöhnliches Desktop-Gehäuse, bei dem die Montage leider fummelig ausfällt.

Cryorig Taku - Test Video aufrufen
Far Cry 5 im Test: Schöne Welt voller Spinner
Far Cry 5 im Test
Schöne Welt voller Spinner

Der Messias von Montana trägt Pornobrille und hat eine Privatarmee - aber nicht mit uns gerechnet: In Far Cry 5 kämpfen wir auf Bergwiesen und in Bauernhöfen gegen seine Anhänger. Das macht dank einiger Serienänderungen zwar Spaß, dennoch verschenkt das Actionspiel von Ubisoft viel Potenzial.
Von Peter Steinlechner

  1. Far Cry 5 Offenbar Denuvo 5 und zwei weitere Schutzsysteme geknackt
  2. Ubisoft Far Cry 5 schafft Serienrekord und Spieler werfen Schaufeln
  3. Ubisoft Far Cry 5 erlaubt Kartenbau mit Fremdinhalten

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

    •  /