Glasfaser: 1&1 wird wegen 50 MBit/s für 10 Euro kritisiert
1&1 wird von Branchenkollegen dafür kritisiert, in Glasfasernetzen einen Tarif von 50 MBit/s im Download und 20 MBit/s im Upload für 10 Euro anzubieten. Andreas Laukenmann, Chief Consumer Officer bei Telefónica Deutschland, sagte(öffnet im neuen Fenster) am 19. Mai 2026 auf der Kongressmesse Anga Com in Köln: "Ich finde, wir wollen ja eigentlich Deutschland die Infrastruktur geben, die wir verdient haben als Land. Und dann ist 50 MBit schon langsam ein bisschen wenig."
1&1 geht es um die Kundenbeziehung
Regulär ist der 1&1-Zugang für 34,99 Euro erhältlich, Neukunden zahlen in den ersten 10 Monaten oftmals aber einen reduzierten Aktionspreis von 9,99 Euro.
Laut Laukenmann hätten Operators und Weiterverkäufer "auch ein bisschen die Aufgabe dafür zu sorgen, dass gute Produkte am Markt sind und nicht so ein Minimum", legte Laukenmann nach. "Aber ich finde auch, wir müssen die Chance nutzen, zu sagen, es gibt mal ein Upgrade. Irgendwie zu sagen, ich mache Glasfaser mit 50 MBit/s, hört sich ein wenig komisch an. Ich gehe auf die neueste Technologie und baue dann erst einmal eine Bremse ein."
Auch Ruben Queimano, Chief Commercial Officer bei Deutsche Glasfaser, erklärte, dass seine Kunden vor allem höher bitratige Zugänge buchen würden. Man könne den Kunden die Zugänge auch nicht schenken, erklärte Queimano. Matthias Lorenz, Geschäftsführer Privatkunden bei Vodafone Deutschland, fragte: "Wie können wir die auch für höhere Geschwindigkeiten bringen? Muss das 50 Megabit sein? Ich finde nicht."
Borislav Tadić, Chief Production Officer bei 1&1 Versatel, der ebenfalls auf dem Podium saß, entgegnete, dass es bei einem solchen Tarif, bei dem man "wenig verdient", um die Kundenbeziehung gehe.
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