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Glasfaser: 1&1 Versatel schafft 20.000 Anschlusspunkte in Berlin

Berlin hat noch kaum FTTH , Schulen sind fast nicht versorgt. 1&1 Versatel will nun Glasfaser durchgängig von den Vermittlungsstellen bis zu den Hausanschlüssen bauen.
/ Achim Sawall
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Staatssekretär Tino Schopf (links) und Sören Trebst, 1&1 Versatel (rechts) (Bild: 1&1 Versatel)
Staatssekretär Tino Schopf (links) und Sören Trebst, 1&1 Versatel (rechts) Bild: 1&1 Versatel

1&1 Versatel wird den Berliner Senat beim Gigabitausbau unterstützen. Das gab die United-Internet-Tochter am 25. Juli 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . In der gemeinsamen Absichtserklärung wurde vereinbart, dass 1&1 Versatel bis spätestens 2030 etwa 20.000 Anschlusspunkte in Berlin mit Glasfaser versorgt. Dabei handelt es sich um Gewerbegebiete und Schulen sowie Krankenhäuser oder Behörden.

Dabei soll das Glasfasernetz durchgängig von den Vermittlungsstellen bis zu den Hausanschlüssen und möglichst bis in die Gebäude ausgebaut werden. Unter anderem werden die Straßenzüge und Bereiche des Neubaugebiets an der Alexander-Meißner-Straße, die Feldtmannstraße und der Saatwinkler Damm ans Glasfasernetz gebracht. 1&1 Versatel baut diese Anschlusspunkte nach eigenen Angaben eigenwirtschaftlich aus.

Glasfaserausbau in Berlin: Viel Luft nach oben

"Die Gigabit-Strategie des Berliner Senats gewinnt mit 1&1 Versatel einen weiteren großen Akteur der Telekommunikationsbranche" , erklärte Staatssekretär Tino Schopf. Die Erschließung von rund 550 Berliner Schulstandorten durch 1&1 Versatel sei dabei besonders wichtig. "Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, die Berliner Schulen beim Weg ins Gigabit-Zeitalter mitzunehmen" , sagte 1&1 Versatel-Chef Sören Trebst.

Glasfaser bis ins Haus ist in Berlin noch kaum verfügbar. Laut einem Glasfaser-Ranking vom Juni 2020 war Berlin damals nur zu 5 Prozent mit FTTH versorgt. Nach einer parlamentarischen Anfrage der FDP haben lediglich 7,2 Prozent der Haushalte in Berlin einen Glasfaseranschluss. Besonders die Schulen sind nicht vernetzt: Auf Anfrage der BBZ (Berliner Bildungszeitschrift) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom Juli/August 2020 räumte die zuständige Senatsverwaltung ein, dass keine der mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen war.


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