Dünnglas wird aufgerollt

Glasscheiben werden im Float-Prozess hergestellt: Dabei wird das flüssige Glas auf ein Bad aus flüssigem Zinn geleitet. Dieses Verfahren eignet sich nur für Gläser ab einer Dicke von einem Millimeter. Gläser in Smartphones seien aber nur 100 bis 500 Mikrometer dick, solche für Anwendungen wie den Fingerabdrucksensor 175 bis 200 Mikrometer, erzählt Haas. Dafür sei ein anderer Prozess notwendig, der Down-Draw-Verfahren genannt wird.

  • Kein Geschenkband, sondern ultradünnes Glas (Foto: Schott)
  • Aus ultradünnem Glas lassen sich auch Schleifen machen. (Foto: Schott)
  • Schott stellt ultradünnes, biegsames Glas her, unter anderem für Displays. (Foto: Schott)
  • Hergestellt wird das Glas in einem speziellen Prozess. (Foto: Schott)
  • Das Glas ist nur wenige Mikrometer dick ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und biegsam. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es kann für dünne Displays, Fernseher, Sensoren oder Fensterscheiben verwendet werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Vorteil ist das geringe Gewicht ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... bei vergleichbar hoher Stabilität. (Foto: Schott)
  • Lenovos Cplus - ein Smartphone fürs Handgelenk (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Cplus schmiegt sich ums Handgelenk. (Screenshot: Golem.de)
  • Cplus sieht wie eine sehr große Smartwatch aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Cplus in gebogenem Zustand (Screenshot: Golem.de)
Hergestellt wird das Glas in einem speziellen Prozess. (Foto: Schott)
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Dabei wird ein Glasband über mehrere Walzen durch eine Kühlstrecke nach unten gezogen. Da das Glas sehr schnell aus der Maschine kommt, wird es wie Papier auf großen Rollen aufgerollt, bevor es weiterverarbeitet wird. Das fertige Glas wird dann noch einmal gehärtet. Bei einem so dünnen Glas kann dafür aber nicht das herkömmliche thermische Verfahren angewendet werden - das geht nur bei Gläsern mit einer Dicke von bis zu 3 Millimetern. Ein dünneres Glas wird durch ein chemisches Verfahren gehärtet, bei dem ein Ionenaustausch in der Oberfläche stattfindet.

Wie Schott produziert auch Konkurrent Corning Aluminosilicatgläser in einem Down-Draw-Prozess. Der Prozess unterscheidet sich allerdings von dem von Schott: Bei Corning fließt das geschmolzene Glas über den Rand einer Wanne, deren Unterseite spitz zuläuft. An der Spitze treffen sich die beiden Glasströme und bilden dann eine dünne Glasscheibe. Mit diesem Fusion-Draw-Prozess wird das 100 Mikrometer dünne, flexible Willow-Glas hergestellt. Aber auch das dickere und bekanntere Gorilla Glass wird so produziert. Der Herstellungsvorgang wurde bereits in den 1960er Jahren entwickelt.

Die Oberfläche ist feuerpoliert

Der Vorteil des Down-Draw-Verfahrens ist, dass die Oberfläche feuerpoliert ist. Das bedeutet, sie ist nicht angegriffen. Es gibt prinzipiell auch die Möglichkeit, dickere Gläser durch Polieren oder durch Ätzen mit Flusssäure dünner zu machen. Durch dieses mechanische oder chemische Abtragen wird aber die Oberfläche des Glases angegriffen. Außerdem dürfte ein solches Verfahren kostenintensiver sein, als das Glas gleich in der richtigen Dicke herzustellen, denn andernfalls fällt ein weiterer Prozessschritt an. Wie Schott rollt auch Corning das Glas, das aus der Schmelze kommt. Das habe den Vorteil, dass es einfach weiterverarbeitet werden könne, sagt Porter.

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Das Glas mag zwar flexibel und gleichzeitig fest sein. Unzerstörbar ist es aber nicht.

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 Dünnglas sieht wie Folie ausDas Problem der Zerbrechlichkeit 
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Ach 17. Dez 2016

Dachte das passt hier ganz gut. Im ersten Video gehen die Mythbusters auf die Geschichte...

m9898 17. Dez 2016

Polyimide kratzfest? Etwa mit Glas drüber? ;D

m9898 17. Dez 2016

Das ist doch sowiso nur Semantikklauberei. Mit den klassischen Aggregatszuständen...

derdiedas 15. Dez 2016

Was zum Teufel machst Du mit deinem Fernsehdisplay das du da Gorillaglas haben willst?

Jordanland 14. Dez 2016

Man kann es sich auch leicht machen. Gorillaglas ist kein wundermittel der...



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