Abo
  • Services:

Dünnglas sieht wie Folie aus

Wir konnten uns Schotts neues Spezialglas AS 87 Eco anschauen und es fiel uns schwer zu glauben, dass es sich dabei um Glas handelt. Es erinnerte uns mit seinem Biegeverhalten eher an eine Kunststofffolie. Für ein Rolldisplay reicht das jedoch noch nicht - zumindest lässt sich Cornings Willow Glass dafür nicht eng genug rollen. "Unsere Empfehlung ist, ein 100 Mikrometer dünnes Willow Glass nicht weiter als in einem Radius von acht Zentimetern zu biegen", sagt Corning-Sprecherin Pamela Porter Golem.de.

  • Kein Geschenkband, sondern ultradünnes Glas (Foto: Schott)
  • Aus ultradünnem Glas lassen sich auch Schleifen machen. (Foto: Schott)
  • Schott stellt ultradünnes, biegsames Glas her, unter anderem für Displays. (Foto: Schott)
  • Hergestellt wird das Glas in einem speziellen Prozess. (Foto: Schott)
  • Das Glas ist nur wenige Mikrometer dick ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und biegsam. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es kann für dünne Displays, Fernseher, Sensoren oder Fensterscheiben verwendet werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Vorteil ist das geringe Gewicht ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... bei vergleichbar hoher Stabilität. (Foto: Schott)
  • Lenovos Cplus - ein Smartphone fürs Handgelenk (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Cplus schmiegt sich ums Handgelenk. (Screenshot: Golem.de)
  • Cplus sieht wie eine sehr große Smartwatch aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Cplus in gebogenem Zustand (Screenshot: Golem.de)
Es kann für dünne Displays, Fernseher, Sensoren oder Fensterscheiben verwendet werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart


Schott-Mitarbeiter Haas hingegen hält weniger das Deckmaterial für den limitierenden Faktor als das Display, also die Elektronik und die leitenden Schichten. Im Falle eines Smartphones müssen außerdem die üblichen Komponenten wie Platine, Prozessor, Speicher, Akku und Ähnliches irgendwo verbaut werden. Seiner Ansicht nach werden eher Falt- als Rolldisplays auf den Markt kommen. Bei Faltdisplays stehen Geräteherstellern mehr Möglichkeiten zur Verfügung, die notwendigen Komponenten zu integrieren.

Erste Studien mit biegsamen Displays

In Entwicklungslaboren experimentieren Forscher aber bereits mit biegsamen Displays: Anfang des Jahres etwa stellte das Human Media Lab der kanadischen Queen's University den Prototyp eines flexiblen Smartphones vor. Er heißt ReFlex und besteht aus einem dünnen, biegbaren Display mit dickeren Bereichen ober- und unterhalb des Bildschirms.

Die Biegemöglichkeit wird dazu verwendet, Eingaben vorzunehmen. So kann durch Biegen des Smartphones etwa virtuell durch ein Buch geblättert werden. In den dickeren Bereichen ist die Elektronik des Smartphones untergebracht. Sie befindet sich außerhalb des biegbaren Bereichs. Hier wurde also das Problem noch nicht gelöst, die Elektronik ebenfalls biegsam hinzubekommen.

Lenovo teilt die Komponenten auf

Bis es so weit ist, wird es noch einige Jahre dauern. Im Sommer 2016 zeigte Lenovo das Konzept eines biegsamen Smartphones für das Handgelenk. Die Studie wird als Cplus bezeichnet und ist eine Mischung aus Smartphone und Smartwatch. Neben dem Display ist auch der darin enthaltene Akku flexibel, so dass sich das Cplus wie ein Armband ums Handgelenk legen lässt.

Alle übrigen Komponenten des Smartphones sind hingegen noch nicht flexibel. Lenovo nutzt hier einen Kniff und hat die Komponenten in kleinere Einheiten aufgeteilt. Dadurch lässt sich das Smartphone trotzdem biegen. Das gilt sowohl für das Gehäuse als auch für die Platine im Inneren. Die Aufteilung der Komponenten dürfte die Herstellung erheblich verteuern.

  • Kein Geschenkband, sondern ultradünnes Glas (Foto: Schott)
  • Aus ultradünnem Glas lassen sich auch Schleifen machen. (Foto: Schott)
  • Schott stellt ultradünnes, biegsames Glas her, unter anderem für Displays. (Foto: Schott)
  • Hergestellt wird das Glas in einem speziellen Prozess. (Foto: Schott)
  • Das Glas ist nur wenige Mikrometer dick ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und biegsam. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es kann für dünne Displays, Fernseher, Sensoren oder Fensterscheiben verwendet werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Vorteil ist das geringe Gewicht ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... bei vergleichbar hoher Stabilität. (Foto: Schott)
  • Lenovos Cplus - ein Smartphone fürs Handgelenk (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Cplus schmiegt sich ums Handgelenk. (Screenshot: Golem.de)
  • Cplus sieht wie eine sehr große Smartwatch aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Cplus in gebogenem Zustand (Screenshot: Golem.de)
Cplus sieht wie eine sehr große Smartwatch aus. (Screenshot: Golem.de)


Lenovo geht davon aus, dass es noch drei bis fünf Jahre dauern wird, bis solche Geräte serienreif sind und auf den Markt kommen. Prinzipiell sei es bereits heute möglich, solche Geräte zu bauen, aber die Zuverlässigkeit lasse noch zu wünschen übrig. Demnach ist hier noch Forschungsarbeit erforderlich.

Und auch, um das Glas dünn genug herzustellen - in der Dicke im Bereich von Hundertstel- oder gar Tausendstelmillimetern -, sind besondere Verfahren notwendig.

 Glas im Fernseher und im E-AutoDünnglas wird aufgerollt 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Ach 17. Dez 2016

Dachte das passt hier ganz gut. Im ersten Video gehen die Mythbusters auf die Geschichte...

m9898 17. Dez 2016

Polyimide kratzfest? Etwa mit Glas drüber? ;D

m9898 17. Dez 2016

Das ist doch sowiso nur Semantikklauberei. Mit den klassischen Aggregatszuständen...

derdiedas 15. Dez 2016

Was zum Teufel machst Du mit deinem Fernsehdisplay das du da Gorillaglas haben willst?

Jordanland 14. Dez 2016

Man kann es sich auch leicht machen. Gorillaglas ist kein wundermittel der...


Folgen Sie uns
       


Odroid Go - Test

Mit dem Odroid Go kann man Doom spielen - aber dank seines ESP32-Mikrocontrollers ist er auch für Hard- und Softwarebastler empfehlenswert.

Odroid Go - Test Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    •  /