GJ 3378b: Potenziell bewohnbarer Gesteinsplanet entdeckt
In nur 25 Lichtjahren Entfernung ist ein potenziell bewohnbarer Gesteinsplanet entdeckt(öffnet im neuen Fenster) worden: GJ 3378b umkreist seinen roten Zwergstern GJ 3378 im Sternbild Camelopardalis (Giraffe) innerhalb von 21 Tagen einmal. Da er sich innerhalb der habitablen (bewohnbaren) Zone befindet, könnten seine Temperaturen geeignet sein, um flüssiges Wasser auf der Oberfläche zu ermöglichen, falls der Planet über eine Atmosphäre verfügt.
"Diese Supererde erhält etwa 90 Prozent der Strahlung von ihrem Mutterstern, die die Erde von ihrer Sonne erhält, sie befindet sich also genau im optimalen Bereich", teilte Paul Robertson (Universität von Kalifornien in Irvine) in einer Pressemitteilung mit(öffnet im neuen Fenster).
Angesichts des aggressiven Strahlungswindes seines Muttersterns bleibt jedoch unklar, ob dieser neue Exoplanet eine Atmosphäre besitzt und ob dort Leben möglich ist. Seine Lage am Rand der Zone könnte ihn jedoch vor den schlimmsten Auswirkungen der Strahlung schützen.
Bisherige Beobachtungsergebnisse wurden korrigiert
Der Exoplanet wurde bereits 2024 von französischen Astronomen mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop auf dem hawaiianischen Berg Mauna Kea entdeckt. Die damalige Forschungsgruppe(öffnet im neuen Fenster) hatte den Planeten jedoch zunächst als Mini-Neptun eingeordnet – also als größeren, größtenteils gasförmigen Himmelskörper. Bei den neuen Untersuchungen der amerikanischen Forschungsgruppe kamen nun verschiedene Teleskope zum Einsatz, woraufhin die bisherigen Daten korrigiert wurden. Mit einer 2,3-fachen Masse unseres Heimatplaneten reiht sich GJ 3378b in die Rubrik der Supererden ein.
In den meisten Fällen werden Planeten durch die Transitmethode entdeckt, dabei wird beobachtet, wie ihr Vorbeizug an ihrem Mutterstern dessen Licht kurzzeitig dämmt. Jedoch zieht GJ 3378b von uns aus gesehen nicht auf diese Art an seinem Wirtsstern vorbei. Stattdessen wurde er anhand seiner Gravitationseinflüsse auf seinen Mutterstern ausfindig gemacht. Der Stern schwankt nämlich mit dem Planeten um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Dieses Schwanken äußert sich als Dopplerverschiebung des Sternenlichts, was durch die Wellenlängen des von ihm ausgestrahlten Lichts gemessen werden kann.
Eine Atmosphärenbestimmung durch das Weltraumteleskop James Webb ist damit nicht möglich. Jedoch könnte das Habitable Worlds Observatory der US-Raumfahrtbehörde Nasa weiterhelfen. Dieses wird jedoch frühestens in den 2040er Jahren starten. Dann könnten vielleicht auch Biosignaturen entdeckt werden, teilte der Astronom Michael Endl (Universität von Texas in Austin) in einer separaten Presseerklärung(öffnet im neuen Fenster) mit.
Zur Studie
Die Forschungsergebnisse wurden am 30. Juni 2026 in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal veröffentlicht: A Revised Mass and Period for the Habitable Zone super-Earth GJ 3378 b: A Planet Straddling the Cosmic Shoreline(öffnet im neuen Fenster).
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