Github: Code zu Ciscos H.264-Codec veröffentlicht
Ein Lizenzhack ermöglicht es Cisco, dass Mozilla und andere Hersteller freier Software künftig den H.264-Codec legal in ihre Produkte einbauen können. Denn Cisco hatte sich bereiterklärt , sämtliche Lizenzverpflichtungen der Rechteinhaber MPEG LA zu übernehmen. Nun steht der Quellcode des von Cisco geschriebenen Codec auf Github bereit.
Fehlstellen im Code
Derzeit fehlen dem Code noch einige Funktionen, die die Entwickler noch nachreichen wollen – auch mit Hilfe von Community-Beiträgen. So werden derzeit nur 32-Bit-Versionen von Windows und Linux unterstützt. 64-Bit-Version fehlen noch, ebenso wie Portierungen für Mac OS X, Android und iOS.
Um den Code zu kompilieren und zu testen, stehen in den Quellen Makefiles für Linux sowie Visual-Studio-Projekdateien für Windows zur Verfügung. Für den Assembler-Teil des Codes wird Nasm(öffnet im neuen Fenster) benötigt. Eine Test-App, um das aus dem Code erstellte Binärmodul auszuprobieren, lässt sich ebenfalls erstellen.
Binärmodule in freier Software
Der Code von Cisco wird in freier Software wie etwa dem Firefox wohl nicht direkt verwendet werden. Vielmehr sollen sich Nutzer ein Binärmodul von den Cisco-Servern herunterladen und anschließend installieren, falls sie die Software zum Abspielen von Videos oder etwa für Videokonferenzen benötigen.
Der Quellcode des H.264-Codecs von Cisco ist unter einer BSD-Lizenz als Download(öffnet im neuen Fenster) erhältlich. Mozilla rechnet damit, dass der Codec zu Beginn des Jahres 2014 bereits für Firefox zur Verfügung stehen wird.
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