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Github CEO: Dohmke will Änderungen am KI-Act für Open-Source-Entwickler

Der CEO von Github , Thomas Dohmke, hat beim EU Open Source Policy Summit über den KI-Act der EU gesprochen und über die Wichtigkeit von Open Source.
/ Boris Mayer
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Die EU-Richtlinie zur künstliche Intelligenz sollte mehr Rücksicht auf Open Source nehmen. (Bild: Rock Cohen via flickr)
Die EU-Richtlinie zur künstliche Intelligenz sollte mehr Rücksicht auf Open Source nehmen. Bild: Rock Cohen via flickr / CC-BY 2.0

Auf dem EU Open Source Policy Summit 2023(öffnet im neuen Fenster) hat Github-CEO Thomas Dohmke seine fünfzehnminütige Keynote dazu genutzt, auf die Wichtigkeit von Open Source hinzuweisen und anzusprechen, was er sich für den wichtigen Gesetzgebungsprozess für KI-Software innerhalb der EU wünscht. Nachzulesen sind Dohmkes "vorbereitete Bemerkungen" auf Githubs Blog(öffnet im neuen Fenster) .

"Open Source hat die Art der Softwareentwicklung verändert und den weltweiten Fortschritt vorangetrieben. Jetzt erleben wir die zweite Innovationswelle, die die Art und Weise, wie Software hergestellt wird, revolutioniert: den Aufstieg der künstlichen Intelligenz," schreibt Dohmke in seinen Notizen, die mit "Europas Chance, im Zeitalter der KI führend zu sein" überschrieben sind.

Wir müssen es richtig machen

Es sei sein erstes Mal überhaupt, dass er Bemerkungen für die Politik abgebe. Er wollte das aber machen, "weil die KI-Richtlinie definieren wird, wie die Welt KI reguliert. Und wir müssen es richtig machen, für Entwickler und die Open-Source-Community. Für diejenigen, die die Software produzieren, auf die wir alle angewiesen sind."

Open Source sei der Kern der KI-Entwicklung, als Beispiele dafür nannte Dohmke Pytorch und Tensorflow, auf denen nahezu alle KI-Projekte basierten.

Für Dohmke ist die KI-Richtlinie auch deshalb besonders wichtig und müsse für alle Beteiligten fair sein. "Das KI-Gesetz kann demokratisierte Innovation fördern und Europas Führungsrolle bei offener, wertebasierter künstlicher Intelligenz festigen. Deshalb bin ich der Meinung, dass Open-Source-Entwickler vom KI-Gesetz ausgenommen werden sollten."

Letztlich sprach Dohmke damit an, was schon in Githubs Positionspapier(öffnet im neuen Fenster) vom Oktober 2022 zu lesen war: Man wünscht sich ein paar Verbesserungen an der vorgeschlagenen Richtlinie. So möchte man zum Beispiel schriftlich festgehalten haben, dass KI-bezogener Code und auch Modell-Objekte wie KI-Modelle noch keine KI-Systeme sind.


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