Girocard: Skimming-Rekord in den USA trotz EMV-Einführung

Skimming bleibt in den USA ein verbreitetes Problem: Trotz der Einführung von Europay Mastercard Visa (EMV) gehen die Betrugsfälle nicht zurück, sondern nehmen sogar zu. Schuld daran ist auch die gute Verfügbarkeit der benötigten Hardware.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch EMV-Karten sorgen nicht für niedrigere Betrugszahlen in den USA.
Auch EMV-Karten sorgen nicht für niedrigere Betrugszahlen in den USA. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Trotz der Einführung des EMV-Verfahrens (Europay Mastercard Visa) in den USA ist der Betrug mittels Skimming weiterhin auf hohem Niveau, wie die Sicherheitsfirma Fico in ihrem jährlichen Bericht beschreibt. Demnach ist die Anzahl kompromittierter Girocards sogar um 70 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Auch die Anzahl kompromittierter Geldautomaten und Zahlterminals habe sich nach einer Versechsfachung im Vorjahr erneut um 30 Prozent erhöht, schreibt die Firma.

Stellenmarkt
  1. Facility Technology Solution Lead (m/f/x)
    Autodoc AG, Berlin, Szczecin (Polen), Cheb (Tschechische Republik)
  2. IT-Spezialist*in (m/w/div)- IT-Systeme/IT-Services
    Deutsche Rentenversicherung Bund, Würzburg
Detailsuche

Die Zahlen von Fico geben nur Aufschluss über Betrug an physischen Geräten wie Geldautomaten oder Point-of-Sale-Terminals, die in der Vergangenheit immer wieder mit Malware infiziert wurden. Den Anstieg der Zahlen führt die Firma vor allem auf günstig und einfach erhältliches Skimming-Equipment zurück: "Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, haben sich die Skimming-Technologie und das Know-how verbessert und sind einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich. Wir werden also eine weitere Zunahme kompromittierter Geräte sehen und auch die Geschwindigkeit wird sich erhöhen", sagte TJ Horan von Fico.

EMV-Einführung zeigt noch keine Wirkung

Die Einführung von EMV bei US-Girokarten habe sich noch nicht bemerkbar gemacht, weil viele Händler Kunden weiterhin zur Nutzung der vergleichsweise einfach zu klonenden Magnetstreifen auffordern würden. Dies führt zu Situationen, in denen Bezahlterminals zum Teil mit Klebeband abgeklebt werden, damit Leute nicht die Chip-Funktion benutzen.

Immerhin: Die Zeit bis zur Entdeckung einer Infektion geht seit Jahren zurück. Im Jahr 2014 dauerte es demnach im Schnitt 36 Tage, bis ein infiziertes Gerät ausgetauscht oder bereinigt wurde, im Jahr 2016 sei dies bereits nach elf Tagen der Fall gewesen. Neben der Umstellung auf EMV arbeiten Banken in den USA derzeit daran, Geldabheben mit dem Smartphone zu ermöglichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Serielle Schnittstellen
Die Magie der Gigabit-Links

Serielle High-Speed-Links erscheinen irgendwie magisch. Wir erklären am Beispiel von PCI Express, welche Techniken sie ermöglichen - und warum.
Von Johannes Hiltscher

Serielle Schnittstellen: Die Magie der Gigabit-Links
Artikel
  1. Matrix: Grundschule forkt Messenger
    Matrix
    Grundschule forkt Messenger

    Statt auf Teams oder Google setzt eine Grundschule in NRW beim Homeschooling auf einen selbst angepassten Matrix-Client. Die Mühe lohnt sich.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  2. Android: Google wusste von falsch ausgelesenen QR-Codes
    Android
    Google wusste von falsch ausgelesenen QR-Codes

    Seit dem Frühjahr 2021 weiß Google davon, dass QR-Codes falsch ausgelesen werden - für eine Gefahr hielt das Unternehmen dies nicht.

  3. Elektrotransporter: Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz
    Elektrotransporter
    Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz

    Volkswagens Elektrobus ID.Buzz wird im März 2022 vorgestellt, doch einen ersten Blick gewährt VW schon jetzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /