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Gigaleak: Nintendo zwischen Stinkefinger und Baby Mario

Luigi mit einer obszönen Geste und die Vergangenheit von Yoshi: Geleakte Daten früher Konsolentitel von Nintendo sind ein Fest für Spieler.
/ Peter Steinlechner
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Mario bei der Eröffnung eines Nintendo Store in Tokio (Bild: Behrouz Mehri/AFP via Getty Images)
Mario bei der Eröffnung eines Nintendo Store in Tokio Bild: Behrouz Mehri/AFP via Getty Images

Eigentlich war Luigi schon immer suspekt und jetzt ist auch klar warum: Der Bruder von Mario hätte den Spielern im 1992 für das SNES veröffentlichten Super Mario World fast den Stinkefinger(öffnet im neuen Fenster) gezeigt – in heutigen Nintendo-Titeln undenkbar (und früher im Grunde auch).

Die Sache mit dem Stinkefinger geht nach Angaben von Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) jedenfalls aus Daten hervor, die in den vergangenen Tagen in Foren auftauchten – die Community spricht vom Gigaleak.

Konkret handelt es sich um Dateien aller Art für Spiele, an denen Nintendo vor allem in den 90er Jahren für die Konsolen SNES und N64 sowie für das Handheld Game Boy arbeitete. Im Gigaleak sind Serien wie Mario, Mario Kart, Donkey Kong, Zelda, Star Fox, F-Zero und Pokémon vertreten.

Erst im Mai 2020 gelangte unter anderem der Quellcode des Betriebssystems der Nintendo Wii an die Öffentlichkeit, zusammen mit Entwicklercodes von älteren Pokémon-Spielen sowie Informationen über die Hardware und Spiele für die N64 und die Wii U. Es ist wahrscheinlich, dass es einen Zusammenhang mit dem Gigaleak gibt.

Dessen Dateien zeigen nicht nur die geheimen Gesten von Luigi, sondern viele weitere Details aus der Entstehungsgeschichte wichtiger Spiele. So gibt es frühe Konzeptgrafiken des knuddeligen Dinos Yoshi, auf denen er wie ein mäßig süßer Raptor(öffnet im neuen Fenster) wirkt.

Nintendo Game Boy – ein kurzer Rückblick
Nintendo Game Boy – ein kurzer Rückblick (02:07)

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass zumindest eine Zeit lang an Prototypen von Spielen wie Dragonfly und Zelda 3 gearbeitet wurde sowie an einem Level mit Baby Mario in Yoshi's Island.

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Die weitere Auswertung der Daten dürfte noch Wochen oder Monate dauern, insgesamt soll das Material rund zwei Terabyte umfassen. Wie es ins Netz gelangte, ist unklar.

Die im Mai veröffentlichten Dateien stammen offenbar von einem Hack bei einer Firma namens Broadon, mit der Nintendo gemeinsam unter anderem an der Wii arbeitete. Der japanische Konzern äußerte sich bislang nicht öffentlich zu dem Thema.


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