Abo
  • Services:

Gigafactory: Teslas Gigantomanie in Weiß und Rot

Tesla eröffnet am Freitag die Gigafactory, in der das Unternehmen künftig die Akkuzellen für die Elektroautos und Stromspeicher für daheim bauen will. Und Firmenchef Elon Musk plant schon weiter.

Eine Analyse von Dirk Kunde veröffentlicht am
Teslas Gigafactory: aktueller Baustand und geplante Größe
Teslas Gigafactory: aktueller Baustand und geplante Größe (Bild: Tesla)

Die Luftaufnahmen lassen die weißen Quadrate von Teslas Gigafactory wie Legosteine auf einer roten Platte aussehen. Weitere Steckplätze sind erkennbar und noch frei. Der Vergleich drängt sich auf, denn Fabrikchef Jens Peter Clausen ist ein ehemaliger Lego-Manager.

Inhalt:
  1. Gigafactory: Teslas Gigantomanie in Weiß und Rot
  2. 21-70: eigenes Batterieformat
  3. Wo entsteht Gigafactory 2?
  4. Einstieg ins Stromnetzgeschäft

Wenn alle Quadrate platziert sind, wird es mit 540.000 Quadratmetern Grundfläche das größte Gebäude der Welt sein. Im Inneren werden dann 1,3 Millionen Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung stehen. Davon sind zur Eröffnung am Freitag (29. Juli 2016) erst 14 Prozent fertig. Die Bauteile tragen Buchstaben: A, B und C sind komplett. Bei D muss noch der Betonboden gegossen werden und Bauteil E hat lediglich ein Fundament. Die Bauweise hat zwei Gründe: Die Wüste von Nevada gilt als Erdbeben-gefährdet. Separate Gebäudeteile sind sicherer. Würde man mit dem Einzug bis zur Fertigstellung warten, ginge zu viel Produktionszeit verloren. Schon jetzt entstehen hier Akkus für Solarenergie in Privathäusern und Gewerbebetrieben.

Die Fabrik liegt außerhalb von Reno

Aufgrund der umliegenden Hügel ist die Akkufabrik vom Christopher Columbus Highway noch nicht zu erkennen. Erst wenn man die Electric Avenue befährt, werden die weiß-roten Außenwände sichtbar. Es dauert rund eine halbe Stunde von Reno, bis man an der Gigafactory ankommt. Jetzt wird deutlich: Das ist keine flache Industriehalle. Die Außenwände sind 21 Meter hoch. Im Inneren wird auf bis zu vier Ebenen gearbeitet.

Dort, wo große Roboter stehen, sind es nur zwei oder drei Ebenen. Von der Anlieferung der Rohstoffe über das Recycling rückläufiger Akkus bis zur Auslieferung neuer Energiespeicher soll alles weitgehend automatisiert erfolgen. Doch Tesla-Chef Elon Musk spricht nach einer Tour durch die Gigafactory vor Journalisten von bis zu 10.000 Mitarbeitern, die hier einmal tätig sein sollen.

Tesla erhielt Geld von Nevada

Stellenmarkt
  1. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Hannover
  2. Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover

Die hohe Zahl ist sicherlich Teil des Subventionsdeals mit dem Bundesstaat Nevada. Bis 2020 erhält Tesla Steuererleichterungen von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar. Insgesamt investiert das Unternehmen fünf Milliarden Dollar in die Gigafactory. Kooperationspartner Panasonic, der hier die Akkuzellen fertigt, investiert 1,6 Milliarden Dollar.

Doch neben dem Interesse für knallharte Fakten hat Musk ein Faible für Popkultur. Wie in dem Film Charlie und die Schokoladenfabrik verloste er zwölf goldene Tickets unter den Erstbestellern des Model 3. Die glücklichen Gewinner erhalten Flugticket, Hotel, Fabrikbesichtigung und eine rauschende Eröffnungsparty.

Die Eröffnung der Teil-Gigafactory belegt zweierlei. Erstens: Sie ist groß, aber noch nicht groß genug. Zweitens: Die automobile Zukunft ist elektrisch. Wenn die Brennstoffzelle in Sachen Kosten und Energieeffizienz nicht gewaltig aufholt, ist das Rennen gelaufen. Die Kombination aus Elektromotor und Lithium-Ionen-Akku wird den klassischen Verbrennungsmotor ablösen. Aus Musks Sicht muss das geschehen, denn sonst ist die Gigafactory zum Scheitern verurteilt.

21-70: eigenes Batterieformat 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. jetzt bis zum 28.06. direkt bei Apple bestellen und die 0% Raten-Finanzierung erhalten
  2. (u. a. Lost Planet: Extreme Condition für 2,29€ und On Rusty Trails für 2,49€)
  3. 131,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...
  4. 172,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...

Ach 16. Aug 2016

Das Kampfkorintengehacke am Anfang sparen ich mir, nur soviel, dass sich selbst ein...

Chantalle47 09. Aug 2016

Herrjemine.... der Neid tropft ja quasi aus dem Thread. ^^ Elon Musk ist aktuell der grö...

schosch 07. Aug 2016

Nach den Fotos zu urteilen sind die Dimensionen der Fabrik einstweilen überschaubar, das...

Atalanttore 03. Aug 2016

Wenn das Familienoberhaupt damit täglich allein in die Arbeit fährt, ist es schon eine...

Sharra 30. Jul 2016

Wird er bestimmt nicht tun. Er ist kein Politiker. Er will machen. Und er ist ein Alpha...


Folgen Sie uns
       


Byton K-Byte - Bericht

Byton stellt in China den K-Byte vor.

Byton K-Byte - Bericht Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

Live-Linux: Knoppix 8.3 mit Docker
Live-Linux
Knoppix 8.3 mit Docker

Cebit 2018 Die Live-Distribution Knoppix Linux-Magazin Edition bringt nicht nur die üblichen Aktualisierungen und einen gegen Meltdown und Spectre geschützten Kernel. Mir ist das kleine Kunststück gelungen, Knoppix als Docker-Container zu starten.
Ein Bericht von Klaus Knopper


      •  /