Gigafactory: Tesla darf Fabrik in Grünheide ausbauen

Der US-Elektroautobauer Tesla darf seine einzige Autofabrik in Europa ausbauen, um die Produktionskapazität zu erhöhen. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt gab dafür nach Angaben des Umweltministeriums grünes Licht, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Damit kann Tesla vorzeitig mit ersten Baumaßnahmen in Grünheide bei Berlin beginnen.
Dabei geht es um einen Ausbau der Produktion auf dem bestehenden Werksgelände ohne das Roden von Wald, nicht um die von Protesten begleitete geplante Erweiterung des Geländes zum Bau eines Güterbahnhofs .
Tesla will die vorgesehene Produktion von 500.000 Autos in Grünheide bei Berlin auf eine Million Fahrzeuge im Jahr verdoppeln. Zuletzt wurden hochgerechnet rund 300.000 Autos erreicht.
Umweltschützer und Anwohner haben große Bedenken gegen den Produktionsausbau und die Erweiterung, weil das Werk teils im Wasserschutzgebiet liegt.
Proteste gegen den Ausbau der Gigafactory
Das US-Unternehmen von Elon Musk stellt in dem Werk in Brandenburg seit März 2022 Elektroautos her. Etwa 12.000 Beschäftigte arbeiten dort. Der weltweit geplante Stellenabbau betrifft auch den Standort, ein Abbau von 400 Stellen ist angekündigt .
Beim vorzeitigen Baubeginn geht es laut Umweltministerium zunächst um eine Logistikfläche für Neuwagen, einschließlich Untergrundleitungen sowie den Bau von Treppenhäusern am Presswerk und Solaranlagen auf Dächern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterstützt den geplanten Ausbau.
In diesem Jahr nahmen die Proteste gegen Tesla zu . Seit Ende Februar campieren Umweltaktivisten im Wald nahe dem Werksgelände . Sie protestieren gegen die geplante Erweiterung des Fabrikgeländes zum Bau eines Güterbahnhofs und von Logistikflächen.