Gigafactory in Grünheide: Umweltverbände haben Bedenken gegen neue Tesla-Pläne

Der Naturschutzbund und die Grüne Liga sehen in den Plänen für Teslas Gigafactory bei Berlin weiter Risiken für die Umwelt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Es gab Hunderte Beschwerden gegen Teslas Bauvorhaben Gigafactory in Grünheide.
Es gab Hunderte Beschwerden gegen Teslas Bauvorhaben Gigafactory in Grünheide. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Mehrere Umweltverbände sehen auch die jüngsten Pläne des US-Elektroautoherstellers Tesla für seine Fabrik in Grünheide bei Berlin kritisch. Die Beurteilung der geplanten Batteriefabrik in den neuen Antragsunterlagen für die Genehmigung sei schwierig, "weil alles geschwärzt ist", sagte der Landesgeschäftsführer der Grünen Liga, Michael Ganschow.

Stellenmarkt
  1. Informatikerin / Informatiker (m/w/d) für den Bereich IT-Security
    Landesamt für Finanzen, Regensburg (Home-Office möglich)
  2. IT-Support (m/w/d)
    Damstahl GmbH, Langenfeld
Detailsuche

"Die Mengenangaben kann man nicht nachvollziehen, die Stoffe nicht nachvollziehen." Die Batteriefabrik werde auf die Grenze eines Wasserschutzgebietes gebaut, so dass bestimmte Gefahrenstoffe nicht verboten seien. Er sieht auch Widersprüche in der Frage der Überdachung von Tankanlagen.

In der Tesla-Fabrik in Grünheide soll unter anderem der Kompakt-SUV Model Y produziert werden. Kurz vor Beginn der Auslieferungen hat das Unternehmen das neue Modell Model Y vergangene Woche erstmals in Deutschland präsentiert.

Neues Model Y kommt vorerst nicht aus Grünheide

Das in Berlin gezeigte Fahrzeug kam aus Shanghai. Bis die Produktion im Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin anläuft, sollen der deutsche und der europäische Markt mit Model-Y-Fahrzeugen aus China versorgt werden.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Tesla wollte ursprünglich im Juli mit der Produktion des Model Y in Grünheide beginnen, doch die Fertigstellung des ersten europäischen Werks dauert nach Verzögerungen im Genehmigungsverfahren länger. Der Beginn der Auslieferungen des Model Y in Europa war für das dritte Quartal angekündigt worden, die ersten Wagen sollen nun im August 2021 an die Käufer gehen.

Gigafactory in Grünheide will Produktion Ende 2021 beginnen

Der Start der Produktion in Grünheide ist aktuell bis Ende des Jahres geplant. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg steht aus, deshalb hofft das Unternehmen auf einzelne vorzeitige Zulassungen.

Die Geschäftsführerin des Nabu Brandenburg, Christiane Schröder, lehnt weitere vorzeitige Zulassungen für Tesla ab. "Weil man hier einfach Gefahr läuft, Dinge in die Landschaft zu bauen und Störfälle zu erzeugen, die dann nicht mehr eingefangen werden können", sagte Schröder.

Beide Umweltverbände waren im Juli 2021 mit einem Eilantrag gegen eine weitere vorzeitige Genehmigung für den Bau gescheitert. Anfang August 2021 wies das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eine sogenannte Anhörungsrüge der beiden Verbände ab.

Umweltverbände fordern, dass Gesetze eingehalten werden

Der Anwalt der Verbände, Thorsten Deppner, sagte dazu aus aktuellem Anlass: "Das Ziel ist nicht, das Vorhaben zu stoppen, das Ziel ist, dafür Sorge zu tragen, dass sich auch ein Unternehmen wie Tesla mit diesem großen Projekt an geltendes Recht und Gesetz hält."

Insane Mode - Die Tesla-Story: Wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Kopf gestellt hat und stellen wird

Die Frist für Einwendungen gegen den aktualisierten Antrag von Tesla für die Genehmigung der Fabrik lief Ende letzter Woche um Mitternacht ab. Mindestens 643 Einwender gab es bisher insgesamt, teilte das Umweltministerium auf Anfrage mit. Mindestens 314 Kritiker hätten sich bei der jüngsten Auslegung von Unterlagen mit Einwänden gegen die Ansiedlung ans Land gewendet.

Baustopp bis zur Klärung offener Fragen gefordert

Dazu zählen mehr als 229 neue Einwender, die noch nicht bei den ersten beiden Auslegungen von Unterlagen geschrieben hätten. Die Zahl aller Einwender stehe aber noch nicht komplett fest.

Tesla hatte nach Kritik an den Bauplänen Änderungen vorgenommen und zum Beispiel den geplanten Wasserverbrauch gesenkt. Die Bürgerinitiative Grünheide gegen die Tesla-Fabrik und der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg bekräftigten ihre Forderung nach einem Baustopp bis zur Klärung von Fragen des Wasserbedarfs, der Abwasserbehandlung und des Umgangs mit Störfällen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Benutztername12345 23. Aug 2021

Der CO2-Ausstoß pro Tonne pro km ist bei einem Frachtschiff ca. 17 g [1], ein Model Y...

JensBröcher 23. Aug 2021

Da Afrikaans seine Muttersprache ist überrascht es nicht wenn er Deutsch kann. Die...

Dwalinn 23. Aug 2021

Nur weil in 100km Entfernung ein großer Wasserverbraucher wegfällt heißt das nicht gleich...

gelöscht 23. Aug 2021

Witzig dabei ist dass die Autos immer größer geworden sind, für Parkplätze aber immer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Meta
"Es ist euer Job, euch in Horizon Worlds zu verlieben!"

Amüsante Auszüge aus Memos von Meta zeigen, dass nicht mal die Entwickler von Horizon Worlds gerne in ihre virtuelle Welt eintauchen.

Meta: Es ist euer Job, euch in Horizon Worlds zu verlieben!
Artikel
  1. Corning: Moderne Glasfaser ist ihren Vorgängern nur wenig ähnlich
    Corning
    Moderne Glasfaser ist ihren Vorgängern nur wenig ähnlich

    Lichtwellenleiter sind eine alte Technik. Heute müssen sie für Glasfaser-Verkabelung in Gebäuden fast neu erfunden werden.

  2. Klage gegen Datenschutzaufsicht: Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen
    Klage gegen Datenschutzaufsicht
    Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen

    Das BKA will gesammelte Überwachungsdaten nicht löschen müssen. Deswegen klagt die Polizei gegen einen Bescheid des obersten Datenschützers.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

  3. Justizminister: Ausweiskopien sollen aus dem Handelsregister gelöscht werden
    Justizminister
    Ausweiskopien sollen aus dem Handelsregister gelöscht werden

    Im Online-Handelsregister lassen sich persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Unterschriften einfach abrufen. Justizminister Marco Buschmann will das ändern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • iPhone 14 Plus jetzt erhältlich • Günstig wie nie: Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, KF DDR5-5600 16GB 99,39€, Logitech Gaming-Maus 69,99€, MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 429€ • NfS Unbound vorbestellbar • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /