Gigafactory Grünheide: Tesla rekrutiert hauptsächlich regionale Arbeitskräfte

Entgegen den Befürchtungen der Gegner profitieren vor allem Berlin und Brandenburg von Teslas neuer Fabrik in Brandenburg.

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Baustelle der Tesla-Fabrik in Grünheide: Die Rekrutierung verläuft planmäßig.
Baustelle der Tesla-Fabrik in Grünheide: Die Rekrutierung verläuft planmäßig. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Arbeitskräfte für die Gigafactory Berlin: Teslas Suche nach Fachkräften für die Fabrik in Grünheide verläuft nach Plan. Das sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) beim Ostdeutschen Unternehmertag. Vor allem die Region profitiere von der neuen Fabrik.

Nach aktuellem Stand kommt mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte aus Berlin und Brandenburg. "Das ist mehr, als wir erwartet haben", sagte Steinbach laut einem Bericht der Tageszeitung Märkische Allgemeine Zeitung (Paywall). Das sei positiv, weil so weniger Druck entstehe, neuen Wohnraum zu schaffen.

Der Rest der bisher angeheuerten Arbeitskräfte kommt aus anderen Teilen Deutschlands oder aus dem Ausland. Märkische Unternehmen nutzten jedoch die Möglichkeit, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, "bisher nur sehr zurückhaltend", sagte Steinbach auf der Veranstaltung in Potsdam. "Brandenburg braucht - ebenso wie ganz Ostdeutschland - auch qualifizierte Zuwanderung, um sich wirtschaftlich und sozial weiter erfolgreich entwickeln zu können."

Proteste gegen die Gigafactory

Der Anteil an polnischen Arbeitskräften ist geringer als erwartet. Kürzlich hatte Steinbach noch gesagt, dass bis zu 30 Prozent der Beschäftigten aus dem Nachbarland kommen könnten. Auch die Einheimischen, die vorab gegen Teslas Vorhaben demonstriert hatten, befürchteten, dass viele Polen bei Tesla arbeiten würden.

In der ersten Ausbaustufe sollen in Grünheide rund 12.000 Menschen arbeiten. Wenn die Fabrik ganz fertig ist, sollen es bis zu 40.000 Menschen sein. Tesla will in der Fabrik die Fahrzeuge vom Typ Model Y sowie später auch das Model 3 bauen.

Zu Testzwecken sind einige Model Y bereits gebaut worden. Die reguläre Produktion soll Anfang kommenden Jahres starten, mit zunächst 1.000 Fahrzeugen pro Woche. Mitte des Jahres soll die Produktion hochgefahren werden. In der ersten Ausbaustufe sollen in Grünheide bis zu 500.000 Autos im Jahr gebaut werden. Derzeit gibt es aber noch keine Genehmigung vom Land Brandenburg für die Fabrik.

Tesla plant zudem eine Akkufabrik in Grünheide. In der vergangenen Woche hat das Unternehmen überraschend bekanntgegeben, auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe zu verzichten. Grund könnte eine Verzögerung bei der Massenproduktion durch die Förderung sein.

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