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Gigafactory: Deutschland könnte Standort für eine Tesla-Akkufabrik werden

Elektroautos montiert Tesla bereits in Europa. Eine Akkufertigung ist geplant. In einem Tweet hat Elon Musk Deutschland als Standort ins Spiel gebracht. Das ergibt Sinn. Der Tweet könnte aber auch eine Ablenkung sein.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Teslas Gigafactory in Nevada: Entsteht eine weitere in Deutschland?
Teslas Gigafactory in Nevada: Entsteht eine weitere in Deutschland? (Bild: Tesla)

Kommt Tesla nach Deutschland? Elon Musk hat angedeutet, dass er Deutschland als möglichen Standort für eine europäische Gigafactory sieht. Tesla erwägt schon seit längerem, eine Akkufabrik diesseits des Atlantiks zu bauen.

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Auf die Frage eines Twitter-Nutzers antwortete Musk, Deutschland sei die erste Wahl für Europa. Ein Standort an der deutsch-französischen Grenze, nahe den Benelux-Ländern, sei sinnvoll, schreibt er. Damit dürften am ehesten Rheinland-Pfalz oder das Saarland infrage kommen. Baden-Württemberg hat zwar eine lange Grenze zu Frankreich, liegt aber nicht nahe an den Benelux-Ländern.

Die Nähe zu Benelux, vor allem den Niederlanden, ist wichtig, weil Tesla in Tilburg bereits ein Montagewerk für das Model S und das Model X hat. Rheinland-Pfalz bietet sich an: In Prüm in der Eifel befindet sich das Maschinenbauunternehmen Grohmann Engineering, das Tesla 2016 übernommen hat.

Es gibt auf dem Hunsrück, etwa 100 Kilometer von Prüm entfernt, den Flughafen Hahn, der vor allem als Frachtflughafen genutzt wird. Zudem könnte das Unternehmen wahrscheinlich staatliche Unterstützung erhalten, wenn es in einem strukturschwachen Gebiet wie der Eifel oder dem Hunsrück eine Fabrik errichtet.

Dass Tesla eine Gigafactory in Europa bauen will, hatte Musk schon bei der Eröffnung der ersten Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada vor zwei Jahren angekündigt. Allerdings dürfte eine Expansion nach Europa angesichts der aktuell angespannten Lage von Tesla eher kein Thema sein.

Nach wie vor hat es das Unternehmen nicht geschafft, die bereits für Ende des vergangenen Jahres anvisierte Quote von 5.000 Fahrzeugen des Model 3 in der Woche zu bauen. Bis April wollte Tesla 2.500 Autos pro Woche schaffen, was aber verfehlt wurde. Nun soll das Ziel von 5.000 Model 3 pro Woche Ende dieses Monats erreicht werden. Wichtig wäre zudem, endlich die Basisversion für 35.000 US-Dollar zu bauen, die dem Unternehmen den Durchbruch bringen sollte. Bevor Tesla diese Probleme nicht im Griff hat, ist eine Expansion nach Europa unwahrscheinlich.

Es gibt aber auch noch eine andere Erklärung für Musks Tweet: Er könnte eine weitere Nebelkerze sein, mit der der Tesla-Chef von den Schwierigkeiten, in denen sein Unternehmen steckt, ablenken will.



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gadthrawn 22. Jun 2018 / Themenstart

Hat du die Werbebilder gesehen oder die Istbilder? Seit 2016 ist nur ein ganz kleiner...

Jossele 21. Jun 2018 / Themenstart

Zähl mal die Nebelkerzen auf die die deutschen Autokonzern bezüglich dem Dieselskandal...

gadthrawn 21. Jun 2018 / Themenstart

Tesla verkauft nicht die Zellen und macht Preise, sondern kauft die Zellen die in der...

SanderK 21. Jun 2018 / Themenstart

Ich würde VW Audi und co nicht zwingend als Innovativ sehen, eher beständig, die Firmen...

SuperHorst 20. Jun 2018 / Themenstart

Ich denke sehr wohl dass das wichtig ist. Tesla hat viele potentielle Kunden mit genau...

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