Gigafactory: Brandenburger Tesla-Fabrik muss umgeplant werden

Die Bauarbeiten für die Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide dauern länger als gedacht, weil das Unternehmen die Fundamente anders bauen muss als geplant.

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Baugrund für die Tesla-Fabrik in Grünheide
Baugrund für die Tesla-Fabrik in Grünheide (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der brandenburgische Sand könnte daran Schuld haben, dass Tesla die Fundamente für die Gigafactory neu planen muss. Nun sollen zumindest Pfahlgründungen nötig sein, wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) berichten. Diese waren im ursprünglichen Bauantrag nicht enthalten. Deshalb habe Tesla darum gebeten, den Antrag für die vorzeitige Genehmigung für die Anlage nicht weiter zu bearbeiten. Das zuständige Umweltministerium teilte gegenüber PNN mit, dass Pfahlgründungen für das Fundament nicht im Bauantrag von Ende 2019 enthalten seien. Tesla will nun geänderte Unterlagen einreichen und den Antrag anpassen.

Mit Pfahlgründungen können Lasten von Tragwerken in tiefere, tragfähige Bodenschichten geleitet werden. Nicht oder schlecht tragfähige Bodenschichten werden mit Pfählen überbrückt. Die Pfähle werden dabei in den Baugrund gebohrt oder gerammt, bis eine ausreichend tragfähige Boden- oder Gesteinsschicht erreicht wird.

Im geänderten Antrag soll auch die Verringerung des Ressourcenverbrauchs eingebunden werden. Teslas Vorhaben stand vor allem wegen des hohen Maximalverbrauchs von Wasser in der Kritik. Das Unternehmen gelobte, Maßnahmen zu ergreifen, dass dieser durch Umplanungen geringer ausfallen wird.

Nach Angaben von PNN seien die Änderungen im Bauantrag zu gravierend, so dass die Unterlagen neu ausgelegt werden müssen. Ob dies wirklich der Fall ist, wollte das Umweltministerium nicht bestätigen, weil ihm die Unterlagen noch nicht vorliegen.

Bis zum Ablauf der Einspruchsfrist am 5. März 2020 waren rund 360 Einwendungen gegen die Fabrik eingegangen. Das Landesamt für Umwelt hatte am 9. März 2020 über die zweite Zulassung des vorzeitigen Baubeginns nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Fabrik entschieden.

Ob die Änderungen den Zeitplan für die Gigafactory Berlin ins Wanken bringen, ist damit nicht klar. Tesla will ab 2021 in Grünheide nahe Berlin in seiner ersten Fabrik in Europa rund 500.000 Elektroautos im Jahr bauen.

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Copper 14. Apr 2020

Berechnungen werden im Regelfall tatsächlich erst während des Baufortschritts...

Inori-Senpai 11. Apr 2020

Bullshit. Man sieht doch gerade wie sich die freie Wirtschaft gerade windet die...

norbertgriese 10. Apr 2020

Die Umweltfuzzies haben es gemerkt! Tesla schickt jetzt an alle betroffenen Behörden...

franzropen 10. Apr 2020

Naja, die Bauarbeiten dauern schon länger, da ja das Pfäle setzen hinzu kommt. D.h. heißt...



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