Gigafactory Berlin: Verbände sehen Wasserversorgung rund um Tesla-Werk in Gefahr

In einem Gerichtsverfahren streiten Verbände, Versorger und Land um die Wasserversorgung nicht nur von Tesla. Sie könnte gefährdet sein.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Neuer Streit um die Wasserversorgung bei Tesla.
Neuer Streit um die Wasserversorgung bei Tesla. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Mehrere Verbände sehen die Wasserversorgung in der Region um die Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin wegen eines Gerichtsstreits in großer Gefahr. In dem Verfahren um eine Bewilligung zur Trinkwasserförderung des Wasserwerks Eggersdorf, das auch Wasser für Tesla liefern soll, rechnet das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) bald mit einer Entscheidung. "Die Kammer beabsichtigt, dieses Verfahren zeitnah zu terminieren", sagte ein Sprecher am Dienstag. Das werde möglicherweise im Februar sein. Das ZDF berichtet in seiner Sendung Frontal am Dienstag (21.00 Uhr) über den Wasserstreit in der Region.

Die Grüne Liga und der Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg hatten gegen das Landesamt für Umwelt geklagt. Nach ihrer Ansicht liegen für die Bewilligung der Wasserförderung von 2020 für das Wasserwerk östlich von Berlin die nötigen Prüfungen nicht vor. Zudem sei die Öffentlichkeit trotz einer zwischenzeitlich erhöhten Wassermenge nicht erneut beteiligt worden. Am Dienstag teilten Nabu und Grüne Liga mit, es fehlten wichtige Grundlagen, um abschätzen zu können, ob die Erhöhung der Wasserentnahme nachhaltig sei.

Der Wasserverband Strausberg-Erkner, der Tesla vertraglich beliefern soll, zweifelt eine Garantie der Wasserversorgung an und sieht das laufende Gerichtsverfahren mit Sorge. Sollte die wasserrechtliche Bewilligung vom Verwaltungsgericht aufgehoben werden, sei die ausreichende Lieferung von Trinkwasser an Tesla nicht mehr gewährleistet, sagte Verbandsvorsteher André Bähler dem ZDF-Bericht zufolge.

Tesla wollte ursprünglich im vergangenen Sommer mit der Produktion in seiner ersten Autofabrik in Europa beginnen. Die Entscheidung über die abschließende Genehmigung durch das Land Brandenburg liegt noch nicht vor, unter anderem weil Tesla den Bauantrag um eine Batteriefabrik ergänzt hatte. Bisher baut Tesla über vorzeitige Zulassungen. Das Unternehmen hatte den geplanten Wasserverbrauch durch Sparmaßnahmen gesenkt und betont, der Wert pro Fahrzeug liege unter dem Branchendurchschnitt. Ein Teil des Fabrikgeländes befindet sich in einem Trinkwasserschutzgebiet.

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Seitan-Sushi-Fan 12. Jan 2022

Ich kann Länder ja nicht ernst nehmen, die gleich an zwei Meeren liegen und trotzdem...

Seitan-Sushi-Fan 12. Jan 2022

Im Ruhrgebiet hätte man sich gefreut, wenn mal wieder etwas Autoindustrie angesiedelt hätte.

Dwalinn 12. Jan 2022

Soweit ich weiß noch nicht. Mercedes hat in der Nähe eine Produktion allerdings müsste...

mj 12. Jan 2022

dinge zu hinterfrage ist erstmal etwas sehr schlaues. jedenfalls besser als sich...



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