Gigafactory Berlin: Tesla darf Maschinen in Elektroauto-Fabrik einbauen
Vorzeitige Genehmigung Nummer 9: Tesla hat vom brandenburgischen Umweltministerium die Erlaubnis zum Einbau weiterer Maschinen(öffnet im neuen Fenster) in die bereits errichteten Gebäude der sogenannten Gigafactory in Grünheide erhalten.
Der US-Elektroautohersteller darf nun weitere Anlagenteile und Ausrüstungen für die Lackieranlage, das Presswerk und den Karosseriebau einbauen. Neue Flächen müssen dafür nicht versiegelt werden, es handelt sich um Gebäude, die bereits gebaut wurden. Deshalb gehen auch keine Naturschutzfragen mit der Zulassung einher, betonte das Ministerium in Potsdam.
Dennoch: Die Fabrik steht in einem Wasserschutzgebiet, weshalb Tesla Auflagen für den Umgang mit wassergefährden Stoffen erfüllen muss. Dazu kommt, dass nur werktags Lärm beim Einbau gemacht werden darf – am Wochenende ist das verboten.
Aktuell liegt der Behörde noch ein Antrag auf Zulassung des vorzeitigen Beginns für die Abtragung von Oberboden und Einebnung des Geländes im Bereich schon gerodeter Flächen vor. Diese wurde bisher nicht erteilt.
Tesla baut in Brandenburg auf eigenes Risiko
Bislang baut Tesla nur mit vorzeitigen Genehmigungen – die endgültige Baugenehmigung steht noch aus. Die Behörde teilte mit, dass die Prüfung der abschließenden Entscheidung noch andauert. Aktuell müssen die Einwendungen gegen das Vorhaben geprüft werden. Die Anwohner und Umweltschutzinitiativen sorgen sich vor allem um das Grundwasser der Region, kritisieren den zunehmenden Verkehr und den Flächenverbrauch der Fabrik.

Tesla will ab Mitte 2021 Autos in dem Werk bauen. Auf dem Gelände soll auch eine Akkufabrik entstehen, doch für diese wurde noch kein Bauantrag gestellt.
Startet Teslas Fabrik in Grünheide erst später?
Nach einem Bericht der Automobilwoche ist der Zeitplan für die Fabrik gefährdet, weil es massive Verspätungen gegeben haben soll. Die Fachzeitung beruft sich auf interne Quellen, macht aber keine Angaben, wie lange sich die Fertigstellung verzögern könnte.
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