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Gigafactory Berlin: Örtliche Wasserwerke warnen vor Tesla-Fabrik in Brandenburg

Teslas Gigafactory Berlin könnte nach Angaben des örtlichen Wasserverbandes die Trinkwasserversorgung in der Region erschweren.
/ Andreas Donath
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Tesla-Fabrik im Januar 2021 (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Tesla-Fabrik im Januar 2021 Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Tesla löst mit seiner geplanten Autofabrik in Brandenburg weiter Unruhe aus. Der Chef des zuständigen Wasserverbandes Strausberg-Erkner, André Bähler, sagte dem ZDF-Magazin Frontal 21(öffnet im neuen Fenster) : " Die Trinkwasserversorgung wird geopfert auf dem Gabentisch der Wirtschaftspolitik. " Durch die Produktion könne es zu Einschränkungen beim Trinkwasser kommen.

Tesla-Chef Elon Musk sagte 2020 im September , dass es sich nicht um eine sehr trockene Region handele: Sonst würden dort keine Bäume wachsen.

Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021
Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021 (07:06)

Den maximalen Wasserverbrauch beziffert Tesla mit 1,4 Millionen Kubikmetern pro Jahr, im normalen Betrieb sollen es aber weniger sein. Für den Vollausbau der Fabrik liegt der geschätzte Maximalwert bei 3,6 Millionen Kubikmetern Wasser. Das wären rund 30 Prozent des gesamten Wasservolumens in der Region, sagte Bähler.

Die Investitionen für das Werk liegen bei 5,8 Milliarden Euro, wie das ZDF berichtete. Tesla macht dazu keine Angaben.

Bürgerinitiativen warnten in einem offenen Brief an die brandenburgische Landesregierung in Potsdam vor Wassermangel und mahnten einen sorgsamen Umgang mit der Ressource an: Wasser dürfe nicht voreilig und leichtfertig wirtschaftlichen Prioritäten - etwa dem Neubau von Teslas Giga-Factory in Grünheide - geopfert werden.


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