Gigafactory Berlin: Neue Tesla-Rodungsarbeiten im Visier von Umweltschützern

Umweltschützer wollen die neuen Rodungsarbeiten auf dem Tesla-Gelände in Brandenburg verhindern. "Wir werden im Laufe des Tages Widerspruch einlegen und umgehende Akteneinsicht fordern, um zu prüfen, inwieweit diese Entscheidung tatsächlich alle naturschutzfachlichen Anforderungen berücksichtigt" , sagte die Geschäftsführerin des Naturschutzbunds (Nabu) Brandenburg, Christiane Schröder, dem Handelsblatt.
Das brandenburgische Umweltministerium hatte zuvor mitgeteilt, die zu rodende Fläche umfasse 82,8 Hektar. Das Landesamt für Umwelt ließ einen vorzeitigen Baubeginn nach Paragraf 8a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) zu.
Der Landesgeschäftsführer der Grünen Liga Brandenburg, Michael Ganschow, deutete an, gegen die vom Landesamt erteilte Zulassung des vorzeitigen Beginns der Rodung rechtlich vorzugehen. "Über eine Klage gegen die sofortige Vollziehung wird dann entschieden, wenn die Kettensägen angeworfen werden" , sagte er dem Handelsblatt.
Auch gegen die ersten Rodungsarbeiten war geklagt worden, letztlich aber erfolglos .
Die Rodungsarbeiten auf dem Gelände begannen am 1. Dezember 2020. Auf der Fläche sollen Rohrleitungen und Lagermöglichkeiten entstehen, die für die weiteren Baufortschritte benötigt werden. Dazu zählt eine temporäre Autobahnanschlussstelle. Auch eine Abwasserdruckleitung für die abwassertechnische Erschließung der Gigafactory wird gebaut.
Mit der Rodung seien "umfangreiche Auflagen" zum Natur- und Artenschutz umzusetzen, erklärte das Landesumweltamt(öffnet im neuen Fenster) . Die Arbeiten dürfen nur werktags zwischen 7:00 und 20:00 Uhr stattfinden.



