Autobahn wegen Klimaschützern gesperrt

Etwas mehr als ein Dutzend Klimaschützer blockieren die Straße. Sie kleben sich mit ihren Händen auf dem Asphalt fest. Ähnlich Proteste gibt es seit Wochen in Berlin, wo Vertreter der Bewegung Last Generation vor allem im Berufsverkehr die Ein- und Ausfallstraßen blockieren.

Im Gespräch mit Golem.de sagt eine Aktivistin, der Protest sei verschiedenen Gruppen zuzuordnen, darunter den sogenannten Extinction Rebellion. Nach Ansicht der Protestierenden ist auch eine individuelle Elektromobilität, wie Tesla sie propagiert, keine Lösung im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn auch die Herstellung von Elektroautos sei sehr ressourcenintensiv. Stattdessen solle die Menschheit auf öffentlichen Verkehr setzen, um überhaupt noch die Klimaschutzziele einhalten zu können.

Deutlich spektakulärer verläuft eine Protestaktion direkt am Berliner Autobahnring. In der Höhe der Tesla-Fabrik haben sich offenbar Aktivisten von einer Autobahnbrücke abgeseilt. Die Autobahn wird daher stundenlang in beiden Richtungen gesperrt, so dass sich kilometerlange Staus bilden.

Kein Verständnis bei Tesla-Fans

Für solche Proteste haben Tesla-Fans wie Wrobel wenig Verständnis. Schließlich verkaufe das Unternehmen nicht nur Autos, sondern sorge mit eigenen Ladestationen und dem Verkauf von Solarmodulen auch dafür, dass Mobilität möglichst klimaneutral möglich sei. Die Proteste der Anwohner wegen der Wasserproblematik hält er ebenfalls für unbegründet. Seiner Ansicht nach hätte es weniger Kritik an der Ansiedlung gegeben, wenn - wie ursprünglich geplant - BMW dort ein Werk errichtet hätte.

Musk selbst lässt sich am Dienstag nicht vor dem Werkstor blicken, um sich der Kritik zu stellen. Im Bundestagswahlkampf hatte er diese noch als "lächerlich" bezeichnet. Nun ist er wieder nach Grünheide gekommen, um in einem Wasserschutzgebiet ausgerechnet am Weltwassertag seine vierte Gigafactory zu eröffnen. Von seinem Flugzeug aus wird er an diesen frühlingshaften und sonnigen Märztagen wieder viel Wald und Wasser gesehen haben. Vermutlich weiß er nicht, dass es hier schon einen Monat lang nicht geregnet hat. Die nächste Dürre kommt bestimmt.

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 Gigafactory Berlin eröffnet: Protestierende Klimaschützer und wartende Tesla-Fans
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