Gigafactory Berlin: Mutmaßliche Brandstiftung auf Bahnstrecke zum Tesla-Werk

Wegen eines Kabelbrandes ist der Fern- und Regionalverkehr zwischen Berlin und Frankfurt/Oder in der Nähe des S-Bahnhofs Berlin-Wuhlheide eingeschränkt. Der Brand entstand laut einem Bericht des Tagesspiegels(öffnet im neuen Fenster) am Montagmorgen. Am heutigen Dienstag wird die Gigafactory Berlin im brandenburgischen Grünheide eröffnet.
Es gibt ein Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter, das neben der Umweltbelastung durch das Tesla-Werk und dessen umstrittenen Wasserverbrauch die Auswirkungen der Sabotage auf Flüchtlinge aus der Ukraine thematisiert.
Wie die Märkische Oderzeitung (MOZ) schreibt(öffnet im neuen Fenster) , ging das Bekennerschreiben in der Redaktion ein. Es wurde auch auf der Website Kontrapolis(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Dort heißt es: "Ziel unserer Sabotage sind die 3000 Pendler:innen gewesen, die in der Gigafactory arbeiten." Später folgt: "Das 'Weiter so' unökologischer, teurer, ressourcenzerstörender E-Mobilität wollen wir stoppen."
Zu der Tatsache, dass über die Strecke auch Flüchtlinge aus der Ukraine befördert werden, schreiben die Verfasser: "Über die sabotierte Strecke kommen täglich mehrere Tausend Menschen aus der Ukraine in Berlin an. Es sind die gleichen Schienen, auf denen täglich das russische Öl in die Hauptstadt rollt."
Dem Bericht des Tagesspiegels zufolge ermittelt der Staatsschutz wegen eines politisch motivierten Brandanschlags.
Unterdessen teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit(öffnet im neuen Fenster) , dass Unbekannte auf einem Gelände im südhessischen Weiterstadt an sechs Tesla Model 3 und Model Y jeweils alle vier Reifen stahlen. Bei weiteren vier Fahrzeugen wurden die Radkappen entwendet, bei einem Fahrzeug wurde das Glaspanoramadach eingeschlagen. Die Tat habe sich in der Nacht vom 11. auf den 12. März 2022 ereignet, der Schaden sei fünfstellig. Das Gelände werde als Auslieferungsstandort verwendet, heißt es im Forum Tesla Fahrer und Freunde(öffnet im neuen Fenster) .