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Gigafactory Berlin: Bauverzögerungen bei Tesla-Fabrik in Grünheide

Tesla will ab Sommer 2021 in Grünheide Autos bauen. Massive Verzögerungen beim Bau sollen den Termin gefährden.
/ Andreas Donath
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Tesla-Fabrik im Januar 2021 (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Tesla-Fabrik im Januar 2021 Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Noch fünf Monate, und im brandenburgischen Grünheide sollen bei Tesla die ersten Fahrzeuge vom Band rollen. Nach einem Bericht der Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster) (Bezahlschranke) ist dieser Zeitplan gefährdet, weil es massive Verspätungen gegeben haben soll. Die Fachzeitung beruft sich auf interne Quellen, macht aber keine Angaben, wie lange sich die Fertigstellung verzögern könnte.

Dem Bericht zufolge fehlen noch entscheidende Gebäudeteile. Tesla baut in einer neuartigen Halbfertigbauweise, bei der vorgefertigte Bauelemente wie Pfeiler oder Wandsegmente angeliefert und vor Ort zusammengefügt werden.

Aufgrund der schnellen Bautechnik hat das Blog Electrek darauf hingewiesen(öffnet im neuen Fenster), dass fehlende Gebäude schnell vollendet werden könnten. Im Hinblick auf die Ausmaße ist die Fabrik durchaus beachtenswert. Die größte Halle wird 744 m lang und 312 m breit werden.

Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021
Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021 (07:06)

Die Verspätungen, von denen die Automobilwoche berichtet, soll es sowohl beim Bau des Autowerks als auch bei der Akkuzellfertigung geben. Für Letztere sei noch gar kein Bauantrag gestellt worden. Tesla-Chef Elon Musk hatte im November 2020 angekündigt, in Grünheide die größte Akkufabrik der Welt bauen zu wollen. Dafür kommen auch EU-Fördermittel in Betracht.

Die angeblich millardenschweren Förderungen wollte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums der Automobilwoche nicht bestätigen: "Die kursierenden Zahlen über Förderhöhen für Tesla können wir aktuell nicht bestätigen. Es gibt aktuell keine finale Fördersumme für einzelne Projekte".

Protokoll der Tesla-Gegner-Anhörung ist fertig

Bislang baut Tesla nur mit vorzeitigen Genehmigungen – die endgültige Baugenehmigung steht noch aus. Immerhin wurde Mitte Januar 2021 das über 1.000 Seiten lange Protokoll der mündlichen Anhörung zum Bau der Tesla-Fabrik fertiggestellt.

Die Anwohner und Umweltschutzinitiativen sorgen sich vor allem um das Grundwasser der Region, kritisieren den zunehmenden Verkehr und den Flächenverbrauch der Fabrik.


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