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Gigafactory bei Berlin: Proteste gegen Erweiterung des Tesla-Geländes

Umweltschützer wollen verhindern, dass wegen Tesla noch mehr Bäume rund um die bestehende Gigafactory in Grünheide bei Berlin fallen.
/ Ingo Pakalski , dpa
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Widerstand gegen Teslas Pläne, das Gelände der Gigafactory in Grünheide bei Berlin zu erweitern (Bild: Maja Hitij/Getty Images)
Widerstand gegen Teslas Pläne, das Gelände der Gigafactory in Grünheide bei Berlin zu erweitern Bild: Maja Hitij/Getty Images

Mehrere Hundert Menschen haben nach Angaben der Veranstalter in Erkner gegen die Pläne von US-Elektroautohersteller Tesla für eine Erweiterung des Geländes in Grünheide protestiert. Es gehe darum zu verhindern, dass weiter Wald abgeholzt werde, sagte Manu Hoyer von der Bürgerinitiative Grünheide.

Die Berliner Klimaaktivistin Karolina Drzewo sagte, auch in Berlin gebe es Menschen, die sich um das Wasser sorgten. Mit Reden und Podiumsdiskussionen machten die Veranstalter unter dem Motto "Tesla den Hahn abdrehen" auf ihre Bedenken aufmerksam.

Tesla will einen eigenen Werkbahnhof für den Güterverkehr, Logistikflächen und eine Betriebs-Kita auf einer angrenzenden Fläche errichten, weil das bestehende Gelände dafür nicht reiche. Die Gemeindevertretung Grünheide stimmte im Dezember 2022 mit Mehrheit für die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans.

Tesla-Gelände liegt zum Teil im Wasserschutzgebiet

Der Autohersteller kann nun eine Fläche von über 100 Hektar kaufen. Dafür muss weiterer Wald gerodet werden. Umweltschützer warnen vor einer Erweiterung, weil ein Teil des Areals im Wasserschutzgebiet liegt. Tesla hatte Bedenken von Umweltschützern zurückgewiesen. Nach Angaben des Unternehmens verbraucht der Autohersteller weniger Wasser als im Branchendurchschnitt und hat den Verbrauch gesenkt.

Der Wasserverband Strausberg-Erkner hatte sich gegen den Bebauungsplan gewandt , weil die vom Land begrenzten Wassermengen bereits ausgeschöpft seien. Das Vorhaben werde direkten Einfluss auf die öffentliche Trinkwasserversorgung haben.

Der US-Elektroautohersteller widerspricht den Bedenken der Behörde: "Jegliche auf der genannten Fläche anfallenden Niederschläge werden am Standort versickert und tragen zur Grundwasserneubildung bei" , heißt es vom Unternehmen. Tesla produziert seit März vergangenen Jahres in Grünheide Elektroautos. Im Norden des Geländes ist ebenfalls einer Erweiterung des Fabrikgeländes geplant.


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