Gigafactory 4: Brandenburgs Landesregierung umwarb Tesla

Teslas Fabrik in Grünheide ist eine Chance für die strukturschwache Region. Die brandenburgische Landesregierung hat sie erkannt und Tesla die Vorteile verdeutlicht - mit der Aussicht auf Fördermittel sowie Arbeitskräfte aus der Region und dem nahen Ausland.

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD): vorteilhafter Einzugsbereich
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD): vorteilhafter Einzugsbereich (Bild: Sean Gallup/Getty Image)

Die Landesregierung Brandenburg hat Tesla aktiv umworben, damit der US-Elektroautohersteller seine Fabrik in Grünheide baut. Das geht nach einem Bericht der Wochenzeitung Welt am Sonntag aus der Korrespondenz von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach mit Tesla hervor.

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So wies Steinbach Tesla im Januar vergangenen Jahres darauf hin, dass es für die Lausitz nicht nur Fördermittel der Landesregierung gebe, sondern auch von der Bundesregierung sowie von der Europäischen Union. Zudem seien die kommunalen Gewerbesteuern in keinem anderen deutschen Bundesland so niedrig wie in Brandenburg.

Ministerpräsident Woidke wies in einem Schreiben im August ebenfalls auf die niedrigen Steuern sowie auf die Möglichkeit von Fördermitteln hin: "Im europäischen Maßstab zählt Brandenburg zu den Gebieten mit den interessantesten Förderbedingungen."

Weiterer Vorteil von Grünheide sei, dass genug Arbeitskräfte zur Verfügung stünden. Der Standort habe "einen vorteilhaften Einzugsbereich sowohl auf den Brandenburger als auch auf den Berliner und den westpolnischen Arbeitsmarkt". Es bestehe auch die Möglichkeit einer Förderung bei der Weiterbildung von neuen Mitarbeitern. Bis zu 10.000 Euro pro Person könnte das Land zur Verfügung stellen. In der Fabrik sollen mehrere Tausend Arbeitsplätze geschaffen werden.

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Schließlich sagte der Ministerpräsident Unterstützung bei der Erteilung der nötigen Genehmigungen zu: "Für alle im Zusammenhang mit der von Ihnen geplanten Investition erforderlichen genehmigungsrechtlichen Fragen (z. B. Umweltverträglichkeitsuntersuchung, immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren, Waldumwandlung) sichere ich Ihnen eine umgehende und schnelle Bearbeitung zu."

Im November hatte Tesla-Chef Elon Musk überraschend im November den Bau der Gigafactory 4 in der Peripherie von Berlin angekündigt. Zuvor waren eher Standorte im Emsland im Gespräch gewesen.

Nach der Bekanntgabe ging es relativ fix: Im Januar wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Kurz darauf begannen die Rodungsarbeiten. Allerdings gab es auch Proteste von verschiedenen Seiten gegen das Projekt.

Im kommenden Jahr will Tesla die ersten Autos in Grünheide produzieren. In Brandenburg soll zunächst das Model Y gefertigt werden, später auch das Model 3.

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Berzerk 10. Mär 2020

Naja nicht verklagt werden zu können wird wohl auch irgendwann eine Rolle spielen...

Berzerk 10. Mär 2020

Oh ich bin da gern bei. Keine Subventionen in irgendeiner Art sobald anderswo Tricks zur...

Dwalinn 10. Mär 2020

Also in Berlin soll zeitgleich eine Entwicklungsabteilung entstehen

apoth90 09. Mär 2020

Man muss sich interessant machen um Industrie und Arbeitsplätze anzulocken. Ansonsten...



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