Gigabit: Docsis 3.1 kann ohne Probleme liefern

Der TV-Kabelnetz-Standard kann das Gigabit pro Sekunde liefern. Wichtig dabei ist, dass in der Kopfstation genug Bandbreite vorhanden ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Eugen Takacs von Normann Engineering am 17. September 2018 in Leipzig
Eugen Takacs von Normann Engineering am 17. September 2018 in Leipzig (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Docsis 3.1 kann ohne Probleme die hohen Datenraten von 1 GBit/s beim Kunden liefern. Das sagte Eugen Takacs von Normann Engineering am 17. September 2018 auf dem Breitbandkongress des mittelständischen Fachverbands Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) in Leipzig. "Man muss die Bandbreite natürlich kopfen, also in der Kopfstation anbieten. Die Frage ist, ob in der Kopfstation genug Bandbreite vorhanden ist, wenn jeder Kunde 500 MBit/s haben will."

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Das habe man jedoch in der Praxis sehr oft nicht, erklärte Takacs, der in vielen Ländern Europas bereits Docsis-Netze aufgebaut hat. Wichtig sei nur: Von der Kopfstation zum Kunden müsse die Bandbreite vorhanden sein. Dann sei Docsis 3.1 bei den Datenraten sehr zuverlässig. Die Frage der notwendigen Nodesplits in dem Shared Medium Kabel sei kein Problem des Standards Docsis 3.1.

Docsis 3.1 sei auch bedeutend sicherer als alle Technologien, die bisher im Koax-Netz eingeführt wurden. Takacs: "Das bedeutet für den Kabelnetzbetreiber weniger Störungssuche als bisher."

Stefan Schrögenauer von Normann Engineering sagte: "Bei den Endgeräten gibt es schon Modems für Docsis 3.1 von AVM Fritzbox, Technicolor und Arris." Der Betreiber müsse sich nur fragen, ob er in Docsis 3.1 investieren wolle oder gleich auf FTTH (Fiber To The Home) setze.

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Nach den Worten von Takacs dienen Low Density Parity Check (LDPC) und Bose-Chaudhuri-Hocquenghem (BCH) zur Fehlerkorrektur bei Docsis 3.1. "LDPC ist eine lineare Blockcode-Fehlerkorrektur, BCH ist dagegen eine zyklische Fehlerkorrektur. Durch beide Varianten ergibt sich eine sehr gute Fehlerkorrektur bei Docsis 3.1."

Docsis 3.1, weil es stabil ist

Bei OFDM-Modulation sei es möglich, die einzelnen Subträger individuell ein- oder auszuschalten. Somit könne für jeden Kunden das Optimum herausgeholt werden. Jedes Profil (A, B, C und D) habe seine eigenen Einstellungen für die Subträger. Profile könnten für verschiedene Gruppen von Kabelmodems erstellt werden.

Profil A sei immer das Start- oder Boot-Profil und müsse bei jedem Docsis-3.1-Kabelmodem empfangbar sein. Ansonsten ginge das Modem mit Docsis 3.0 online. Alle anderen höheren Profile garantierten eine höhere Geschwindigkeit. Die Effektivität des Netzes steige, wenn die Kunden in der Lage seien, mit höheren Profilen zu arbeiten. Bei Docsis 3.0 hingegen müsse die Modulation bei allen Modems gleich sein. "Eine Docsis-3.1-Maschine beim Netzbetreiber kostet 200.000 Euro", sagte Schrögenauer.

Normann Engineering ist ein österreichisches Unternehmen, das Technik der Netzwerkausrüster anbietet, projektiert, installiert, wartet und repariert. Der Unternehmenssitz ist zentral in Wels mit Filialen in Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad.

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McFly 18. Sep 2018

Genau DAS ist doch seit Jahrzehnten das Problem. Egal wit welchem DOCSIS! Sag mal wollen...

rubberduck09 18. Sep 2018

Verständnisfrage: Ich habe bei DOCSIS ja Zig Frequenzen für Up- und Downstream. Meinem...

Hugo1of2 18. Sep 2018

...kollidieren wenn man dutzende Rückwege an einer CMTS hat aber nur eine Hand voll...

keböb 18. Sep 2018

Vielleicht den ganzen Artikel rausnehmen? :) Es steht ganze 4 mal (!) dass an der...



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