Gigabit-Breitband: Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein
Von den ursprünglich geplanten 5 Millionen Kunden ist Google Fiber offenbar auch fünf Jahre nach seinem Start noch sehr weit entfernt, weshalb der Google-Mutterkonzern Alphabet seinen eigenen Breitbandanbieter nun wohl dazu auffordert, die Kosten für den Dienst massiv zu senken. Das berichtet das US-Magazin The Information(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen bei Alphabet.
Darüber hinaus heißt es, dass Alphabet-Chef und Google-Gründer Larry Page, den derzeitigen Chef von Google Fiber, Craig Barratt, dazu angewiesen habe, die Zahl der Angestellten von zurzeit 1000 auf etwa 500 zu halbieren. Das hätte wohl aber auch massive negative Auswirkungen auf bisher geplante Expansionen und Neuerschließungen des Breitbanddienstes.
Dass Google Fiber für Alphabet vergleichsweise hohe Kosten verursacht ist seit längerem bekannt. Darauf hat das Unternehmen sogar in seinem letzten Quartalsbericht von Ende April explizit hingewiesen. Zudem erfolgte die Umstrukturierung von Google hin zu dem neuen Mutterkonzern Alphabet vor allem deshalb, um das profitable Kerngeschäft mit der Suchmaschine von anderen Bereichen wie dem Hersteller vernetzter Heimgeräte Nest oder eben Google Fiber besser trennen zu können.
Zudem hatte Google Fiber seinen bereits begonnen Glasfaser-Ausbau für ein Fiber-to-the-Home-Netzwerk (FTTH) im kalifornischen San Jose ausgesetzt. Das könnte an den mit den Tiefbauarbeiten verbundenen hohen Kosten liegen. Ersatz bieten sollen wohl Drahtlos-Technologien. Immerhin hatte Fiber erst im Juni den Provider Webpass übernommen, der Datenübertragungsraten von bis zu 1 GBit/s über Point-to-Point-Wireless-Verbindungen bereitstellt. In Kansas City arbeitete Google Fiber bereits zuvor mit sogenanntem Fixed Wireless im 3,5-GHz-Band.
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