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Gigabit-Ausbaufonds: United Internet will Bündnis für Glasfaser-Ausbau

United Internet will zusammen mit anderen Betreibern eine Netzgesellschaft gründen, die den FTTH-Ausbau voranbringt. Der Betrieb soll als Open Access erfolgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nanotrenching bei 1&1 Versatel
Nanotrenching bei 1&1 Versatel (Bild: 1&1 Versatel)

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth will eine Gesellschaft gründen, um den Ausbau eines FTTH-Netzes in Deutschland bald voranzutreiben. Das sagte Dommermuth im Gespräch mit Welt am Sonntag. "Um jetzt schneller vorwärtszukommen, schlagen wir einen Gigabit-Ausbaufonds vor, für ein nationales Netz-Bündnis", sagte Dommermuth. Die Netzgesellschaft solle den Glasfaserausbau bis in die Häuser übernehmen und anschließend die Anschlüsse allen Anbietern zur Verfügung stellen.

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Bislang haben noch nicht einmal 2,5 Prozent der Haushalte in Deutschland einen direkten Glasfaseranschluss. Die große Koalition (Groko) strebt zudem eine "flächendeckende digitale Infrastruktur von Weltklasse" mit Gigabit-Netzen bis 2025 an. Ihr Ziel lautet dabei: "Glasfaser in jeder Region und jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Haus." Um ein solches Netz zu bauen, müsste jedoch ein hoher Milliardenbetrag investiert werden. Eine Netzgesellschaft könnte diesem Ziel nach Angaben von Dommermuth näherkommen.

Dommermuth: 30 Milliarden Euro für Glasfaserausbau

"Jede Telekommunikationsgesellschaft, die sich an diesem Bündnis beteiligen möchte, würde entsprechend ihrem heutigen Marktanteil Kapital in die Gesellschaft einzahlen", sagte der United-Internet-Chef. "Wenn die Unternehmen zum Beispiel zehn Milliarden Euro einzahlen würden, die Summe mit Fördermitteln um weitere zehn Milliarden aufgestockt würde und diese Netzgesellschaft dann weitere zehn Milliarden Euro an Krediten aufnehmen würde, was bei solchen Infrastrukturprojekten kein übertriebenes Verhältnis ist, dann stünden 30 Milliarden Euro zur Verfügung."

Ginge man zusätzlich davon aus, dass auch die Stadtwerke ihre Netze weiter ausbauen würden, dann könnten in wenigen Jahren rund 70 Prozent der deutschen Haushalte direkt über Glasfaser angeschlossen sein, rechnete Dommermuth vor. Entscheidend sei jedoch, dass die Deutsche Telekom mitmache, da sie die größten Planungskapazitäten habe. Dommermuth selbst würde gemäß seinem Marktanteil von 14 Prozent 1,4 Milliarden Euro Kapital beisteuern.

Die Telefónica Deutschland hatte sich bereits im November 2016 für einen Glasfaserausbau ausgesprochen. Der Konzern schlug eine "unabhängige, kooperative Fibreco als effektives Modell vor, um ein bundesweites Gigabit-Netz bis 2030 zu realisieren und möglichst schnell eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen."



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toni84 13. Mär 2018

Es ist ja nicht so, daß irgendeine Firma (1&1) auf die Idee kommt, mal ein paar...


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