Automobilkonzerne wollen alles für lau

Dagegen stehen die Automobilkonzerne und die verarbeitende Industrie, sie wollen ein flächendeckendes Netz, aber das sollen andere aufbauen. Wo das nicht klappt, möchten sie selbst mit kostenlosen Frequenzen Campusnetze errichten. "Das Problem besteht eher auf dem Land. Wenn man beispielsweise von Straßburg über den Rhein nach Deutschland fährt, ist die Verbindung 10 bis 15 Kilometer tot. Das ist für die Zukunft nicht hinnehmbar", sagte Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Autobahnen und große Städte müssten komplett digitalisiert sein. Dem kommt die Bundesnetzagenzur entgegen: Der Frequenzbereich von 3,7 bis 3,8 GHz wird nicht Gegenstand der geplanten Frequenzauktion sein: Er soll für regionale Anwendungen reserviert werden.

Bundesnetzagentur von allen Seiten verhauen

Die Bundesnetzagentur ist in der unglücklichen Position, die Interessen aller großen Unternehmen irgendwie zusammenbringen zu müssen. Dafür wird die Behörde von allen Seiten angegriffen, obwohl sie sich alle Mühe gibt, keine der Konzerngruppen zu verärgern. Entnervt sagte deshalb schon Behördenchef Jochen Homann: "Ich bin nicht der Weihnachtsmann, der die Frequenzen verteilt." Es gebe eine Vielzahl von Unternehmen, die Frequenzen wollten, das seien nicht nur die drei Mobilfunkbetreiber.

Die Stadtnetzbetreiber sind in den Verbänden Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) und Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) organisiert. Sie bauen seit langem FTTH aus, weil die kommunalen Unternehmen langfristiger planen als börsennotierte Konzerne. Darum bringen sie den Glasfaserausbau in Deutschland voran, und einige Akteure wie Wilhelm.tel wollen auch selbst 5G-Netze betreiben. Für die Auslastung ihrer teuren Zukunftsinvestitionen ist es auch gut, wenn 5G-Betreiber ihre Netze als Backhaul nutzen. Diese Unternehmen sind jedoch meist zu klein, um bei 5G die Bedingungen zu diktieren. In dem Verband sind viele Stadtnetzbetreiber organisiert, größte Mitglieder sind die Netzbetreiber EWE Tel, 1&1 Versatel und Deutsche Glasfaser. Die drei großen Stadtnetzbetreiber M-Net (München), Netcologne (Köln) und Wilhelm.tel sind nicht im Breko, sondern im Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) engagiert.

5G: Zu teuer für einen allein

Fazit: Der Mobilfunk der 5. Generation stellt volkswirtschaftlich einen gewaltigen technischen Fortschritt dar. Seine Grundlage ist ein gut ausgebautes Glasfasernetz, das sich in Deutschland erst im anfänglichen Aufbau befindet. Würden die Frequenzen nicht versteigert, könnte die gesamte Investition in ein nationales 5G-Netz fließen, das das ganze Land versorgen würde und das von allen drei Mobilfunkkonzernen und lokalen Stadtnetzbetreibern genutzt werden könnte.

Für jeden Nutzer wären dann die im Standard versprochenen Features wirklich verfügbar, und das zu einem bezahlbaren Preis. Drosselungen beim Datenvolumen gehörten der Vergangenheit an. Mit 5G soll laut Standard für den Endkunden mindestens eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s überall im Netzwerk geboten werden. Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s und mehr erreichen. Die Auktion ist im ersten Quartal 2019 in Mainz geplant. Hier geht es um die Bereiche 3.700 MHz bis 3.800 MHz und 26 GHz.

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 Vodafone ist erschrocken
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Snooozel 30. Okt 2018

Ist hier an der Küste genauso, Loch an Loch. Und hügelig oder viel bebaut ist hier...

serra.avatar 26. Okt 2018

Es gibt nur eine Wahrheit! Und viele Fehlinterpretationen. Grauzonen gibt es bei der...

Mutter Natur 24. Okt 2018

Denkt eigentlich irgend jemand mal an Mutter Natur, in die mit unglaublichen Frequenzen...

nille02 24. Okt 2018

Das ist ganz schön Naiv. Die Betreiber werden sicherlich nicht von den Volumen oder...



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