Giga TV: Vodafone tauscht 400.000 TV-Receiver aus
Vodafone hat auf der Kongressmesse Anga Com (19.-21. Mai 2026) einen gigantischen Hardwareaustausch angekündigt. Rund 400.000 ältere TV-Receiver wie Giga TV.Net, Giga Cable Box 1 oder Horizon werden von dem Unternehmen nach und nach gegen die neue Receiver-Generation Giga TV Home ausgetauscht.
Laut Matthias Lorenz, Privatkundenchef bei Vodafone, läuft der Tausch bis Ende 2027. In der 2026 veröffentlichten Version Giga TV Home 4 gibt es einen schnelleren Prozessor für eine flüssigere Menüführung. Die Box funkt im neuen WLAN-Standard Wi-Fi 7, unterstützt Dolby Vision für verbesserte Kontrastdarstellung und wird mit einer hintergrundbeleuchteten Fernbedienung ausgeliefert.
Die erste Generation der TV-Box Giga TV Home brachte Vodafone im Mai 2024 auf den Markt. Zum Funktionsumfang gehören Replay und Timeshift für zeitunabhängiges Fernsehen, Aufnehmen in der Cloud und eine TV-App für iOS und Android.
Zahl der Kabelfernsehkunden in Deutschland rückläufig
Giga TV Home ist mit dem TV-Programmpaket in den ersten sechs Monaten der 24-monatigen Vertragslaufzeit für 9,99 Euro monatlich erhältlich. Danach steigt der Preis auf monatlich 14,99 Euro. Seit dem Ende des Nebenkostenprivilegs ist die Zahl der Kabelfernsehkunden in Deutschland rückläufig.
Wer nicht die Standardbox einsetzt, sondern das Premium-Modell Giga TV Home Sound, die Variante mit der integrierten Soundbar von Bang & Olufsen, zahlt einen monatlichen Hardware-Aufpreis von fünf Euro auf den regulären Giga-TV-Tarif.
Giga TV ist als IPTV-Dienst für das Internet ausgelegt, die Giga TV Home Box bietet aber auch einen DVBC-Tuner für Kabelempfang.
Zum Thema Vermeidung von Elektronikschrott sagte Vodafone-Sprecher Helge Buchheister Golem: "Es handelt sich teils um Geräte, die aus dem Jahr 2014 stammen wie der Horizon Receiver Unitymedia. Seitdem hat sich die Welt technisch weitergedreht. Entsprechend hat die aktuelle Generation von GigaTV eine viel höhere Energieeffizienz, was auch bei den Kunden zu Energieeinsparungen führt."
Vodafone könne dadurch parallellaufende Netzinfrastrukturen abschalten, was ebenfalls zu Energieeinsparungen führe und den Verwaltungsaufwand reduziere. Die zurückgeführten Geräte würden gesammelt, über einen Verwertungspartner verarbeitet und wo möglich recycelt.
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