Giga Fiber: 0-Euro-Glasfaser von Verbraucherzentrale abgemahnt

Der 0-Euro-Internetanbieter Giga Fiber wurden von der Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) abgemahnt. Das hat der Leiter des Geschäftsbereichs Marktbeobachtung, Dennis Romberg, Golem.de mitgeteilt. "Das Verfahren ist noch offen" , sagte er.
"Im Fokus steht dabei die Werbung für einen kostenlosen Glasfaseranschluss und kostenloses Internet, wenn Verbraucher*innen im Gegenzug einen zusätzlichen Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister für die Abwicklung ihrer regelmäßigen Zahlungsverpflichtungen abschließen."
In der Werbung im Internet und in der App werde der Zahlungsdienstleister nicht genannt; in der App-Werbung wird darüber hinaus noch nicht einmal die Bedingung erwähnt. Der Vzbv geht daher von einer irreführenden Werbung aus.
Das 0-Euro-Angebot für einen 250-MBit/s-Internetzugang gilt nur bei "Nutzung des kostenfreien Payment-Providers" , gab Giga Fiber zuvor bekannt. Der 0-Euro-Internetanbieter Giga Fiber wird bei seinem Angebot mit Telecash zusammenarbeiten, der zum Zahlungsabwickler First Data gehört. Das erklärte ein Unternehmenssprecher Golem.de auf Anfrage. Das 0-Euro-Angebot für einen 250-MBit/s-Internetzugang gelte nur bei "Nutzung des kostenfreien Payment-Providers" , hieß es von Giga Fiber dazu.
"Klausel könnte hier als überraschend gelten"
Rechtsanwalt Christian Solmecke sagte Golem.de zuvor , dass die AGB des neuen Betreibers wohl nicht rechtssicher seien: "Ich habe starke Zweifel an der Wirksamkeit dieser Klausel in der aktuellen Form. Das Gesetz begrenzt nämlich die Möglichkeit, mit vorformulierten AGB Verträge zu gestalten, wie man will. Die Klausel könnte hier laut Paragraf 305c BGB als überraschend gelten und daher unwirksam sein."
Wer sich die vielen Werbevideos auf der Startseite ansehe, finde darin nicht einmal einen Hinweis auf die Nutzungspflicht.



