GIFV: Imgur macht GIF-Bilder schneller, größer und hübscher

Das gute alte Graphics Interchange Format (GIF) ist auf 256 Farben limitiert, und wenn mehr als ein paar daumennagelgroße Frames zu einem Bild zusammengefügt werden, wird das GIF sehr groß. Daher hat Imgur das neue GIFV entwickelt(öffnet im neuen Fenster) , also GIF-Video. Hierbei handelt es sich genau genommen um ein eingebettetes MP4-Video ohne Ton.
Statt nahezu verlustfreie Einzelbilder zu kombinieren, die im Browser nur langsam geladen werden, konvertiert Imgur das bis zu 50 statt bisher maximal 5 MByte große GIF-Bild ins MP4-Format und macht sich dessen H.264-Codec zunutze. Durch die Kompression soll so aus einem 50-MByte-GIF-Bild ein nur noch 3,6 MByte kleines GIF-Video entstehen, wie Imgur anhand eines Beispiels demonstriert(öffnet im neuen Fenster) .
Imgur verspricht so eine deutlich bessere Bildqualität oder alternativ winzige animierte Bilder, was insbesondere die Ladezeiten auf mobilen Geräten drastisch beschleunigen soll. Künftig wird Imgur alle GIF-Animationen, die größer als 10 MByte sind, automatisch in GIF-Videos konvertieren.
Ursprungsmaterial, das 20 MByte überschreitet, ist nach dem Hochladen nicht direkt verlinkbar, sondern nur dessen GIF-Video-Variante. Imgur erklärt dies mit dem hohen Datenaufkommen, da ein Nutzer nicht wisse, wie groß die Datei sei, die er anklicke.
Um ein GIF-Video abspielen zu können, sollte der Computer oder das mobile Gerät genügend Leistung oder eine Hardware-Beschleunigung für den H.264-Codec bieten, was bei praktisch allen aktuellen Chips der Fall ist. Browser wie Chrome, Firefox und der IE unterstützen den H.264-Codec ohnehin.
Imgur möchte die Spezifikationen von GIF-Video bis Ende 2014 an beispielsweise das World Wide Web Consortium (W3C) übermitteln, da es sich bislang um keinen Web-Standard handelt.



