Gif-Anbieter: Meta soll zum Verkauf von Giphy gezwungen werden

Die Übernahme des Gif-Dienstes Giphy soll Konkurrenten von Facebook, Instagram und Co. unter Druck setzen, argumentiert die britische Kartellbehörde.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Gifs gehören im Netz für viele einfach dazu.
Gifs gehören im Netz für viele einfach dazu. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Britische Wettbewerbshüter weisen den Facebook-Konzern Meta an, die im Jahr 2020 übernommene Gif-Plattform Giphy wieder zu verkaufen. Der Zusammenschluss schwäche den Wettbewerb zwischen Online-Diensten in Großbritannien, stellte die Kartellbehörde CMA (Competition and Markets Authority) in ihrer am 30. November 2021 veröffentlichten Entscheidung fest.

Stellenmarkt
  1. Inhouse Berater SAP (m/w/d)
    über Hays AG, Giengen an der Brenz
  2. Partner & Business Operations Manager (w/m/d) OZG-Umsetzung
    HanseVision GmbH, Hamburg
Detailsuche

Bereits zuvor hatte die CMA von Facebook gefordert, Giphy zu verkaufen - diese Forderung hat die Behörde jetzt in einen zwingenden Beschluss gefasst. Der Facebook-Konzern könne mit Giphy seine führende Marktposition stärken und Konkurrenten unter Druck setzen, argumentierte sie. Der Verkauf sei der einzige Weg, die Bedenken auszuräumen. Unter anderem sieht die Behörde die Gefahr, dass Meta es für Rivalen von Facebook und Instagram schwieriger machen könnte, die animierten Bilder von Giphy einzubinden.

So könne der Konzern verlangen, dass Giphy-Kunden wie Tiktok, Twitter oder Snapchat für den Zugang zu den Gifs mehr Kundendaten mit ihm teilen. Giphy sei bis zur Übernahme auch ein Wettbewerber für den Facebook-Konzern im Online-Werbemarkt gewesen, betonte die CMA.

Meta sieht nur Vorteile in der Übernahme

Meta erwäge, Widerspruch gegen die Anordnung einzulegen, sagte ein Sprecher des Facebook-Konzerns in einer ersten Reaktion. Die Nutzer und Giphy profitierten vom Zugang des Gif-Dienstes zur Infrastruktur von Meta, und der Zusammenschluss biete "mehr Auswahl für jeden".

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    21.–24. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Große Tech-Plattformen standen zuletzt verstärkt im Visier von Wettbewerbshütern und Politikern. Es ist aber der erste Vorstoß eines Regulierers, der die Rückabwicklung eines bereits vollzogenen Deals fordert. In den USA gibt es bereits seit einiger Zeit Forderungen von Politikern und einigen Experten, Meta solle die zugekauften Dienste Instagram und Whatsapp wieder abstoßen.

Der Konzern, der jüngst seinen Namen von Facebook zu Meta änderte, hatte Giphy im Mai 2020 in den Fotodienst Instagram übernommen. Der Kaufpreis soll mehr als 300 Millionen Dollar betragen haben. Die CMA verhängte im Oktober 2021 bereits eine Strafe von 50,5 Millionen Pfund (rund 59 Millionen Euro), weil das Unternehmen gegen Informationspflichten während der Untersuchung verstoßen habe.

Aktuell wird auch der Plan von Facebook, das auf Software für Kundenbeziehungsmanagement spezialisierte Startup Kustomer zu übernehmen, von Wettbewerbshütern aufmerksam geprüft. Im Sommer meldete die EU-Kommission Bedenken gegen diesen Deal an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  2. IBM: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  3. Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
    Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
    "Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

    Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
    Ein Praxistest von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /