Giax: Vodafone Deutschland lüftet Geheimnis um 30-GBit/s-Technik

Vodafone machte lange aus den Versuchen mit dem HelEOS-System von Giax ein großes Geheimnis. Jetzt endlich ist klar: Das Ethernet-Overlay-System wird im Kabelnetz für Endkunden eingesetzt.

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Gateway Node BK Bauform
Gateway Node BK Bauform (Bild: Giax)

Giax und deren Partner Wisi Communications statten Vodafone Deutschland mit Systemtechnik für die Ausrüstung der Kabelnetze mit Gigabit-Datenraten aus. Das gaben die Unternehmen am 21. Mai 2019 bekannt. Giga HFC ist eine technische Möglichkeit, um bis zu 10 GBit/s im Downstream und 10 GBit/s im Upstream auf Koaxialkabel zusätzlich in existierende Kabelnetze zu bringen.

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Noch im April 2017 erklärte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck zu einem Versuch mit der Technik in Landshut: "Dies ist eine von mehreren technischen Lösungen, die wir in verschiedenen Städten testen. Ich kann nicht bestätigen, dass in Landshut die im Artikel genannte Technologie getestet wird." Giax durfte sich nicht äußern.

Vodafone könne mit dieser Technik den Ausbau bei weitgehendem Verzicht auf aufwendige Tiefbauarbeiten realisieren. Die Technik für Giga HFC sei getestet und Feldversuchen unterzogen worden. Vodafone hat Wisi nach deren Abschluss mit der Lieferung der Systemtechnik einschließlich der Remote-PHY-Komponenten sowie der Koordination und Realisation des Ausbaus der Kabelnetze beauftragt.

"Wichtig für unsere Entscheidung für WISI war, dass wir neben den Kosteneinsparungen bei der Aufrüstung die schon bestehenden Strukturen der BK-Netze unverändert weiter nutzen können", sagte Thomas Kühne, Abteilungsleiter Network Engineering Fixed Access Network bei Vodafone Deutschland.

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Bei dem HelEOS-System handelt es sich laut früheren Angaben um Modem- und Switch-Technologie, die aus der Zusammenschaltung von Punkt-zu-Punkt-Ethernet-Verbindungen über die existierenden Koaxialkabel zu einem Ethernet-Overlay-System im HFC-Netz geschaffen werde. Dieses System soll weitgehend glasfaserähnliche Geschwindigkeiten sowie aus dem Metro-Ethernet-Forum bekannte Management-Funktionen bieten.

Brachliegende Bereiche oberhalb der Docsis 3.x und DVB-C Frequenzen

Für die Übertragung der Daten werden dazu heute brachliegende Bereiche oberhalb der aktuell für Docsis 3.x und DVB-C gebrauchten Frequenzen genutzt. Die Giax-Ausrüstung ist vor allem Hardware, die durch Embedded-Software unterstützt wird.

Je nach Kabeltyp und genutzten Frequenzen erlaube das HelEOS-System die Übertragung über mehrere Hundert Meter, auf den in Deutschland verwendeten qkx-Kabeln bis rund 450 Meter und bei skx-Kabeln bis über 600 Meter. Dies ist laut Geox ohne größere Änderungen in der Kabelinfrastruktur und ohne Verlegen einer Glasfaser zu erreichen.

Ein HelEOS-System kann nach den Angaben bis zu 10 GBit/s im Downstream und 10 GBit/s im Upstream-Bereich transportieren, so dass zusammen mit den in Docsis erzielbaren Datenraten 25 bis 30 Gbit/s Summenrate über ein einzelnes Koaxialkabel möglich seien.

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