Ghostwriter: Facebook bestätigt Hacks ukrainischer Militär-Accounts

Bot-Netzwerke und staatliche Hacker versuchen auf Facebook, falsche Informationen zu verbreiten. Der Ukrainekrieg zieht zudem Betrüger an.

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Facebook und Meta haben die Angriffe des vergangenen Quartals ausgewertet.
Facebook und Meta haben die Angriffe des vergangenen Quartals ausgewertet. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Facebooks-Mutterkonzern Meta hat seinen aktuellen Quartalsbericht zu Sicherheitsgefahren veröffentlicht. Wie erwartet nimmt der Ende Februar begonnene Krieg gegen die Ukraine eine größere Rolle ein. "Unsere Teams waren in höchster Alarmbereitschaft, um Bedrohungen und Plattformmissbrauch zu erkennen und zu verhindern, einschließlich Versuchen, durch zuvor entfernte Netzwerke zurückzukehren", heißt es in dem Bericht. Das betreffe (PDF) auch Accounts des ukrainischen Militärs.

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Die laut Meta größte Bedrohung sind weiter staatliche Hacker, die im Auftrag von Russland oder auch Belarus agieren. Dabei gehe es etwa um Spionage. Ziele seien die ukrainische Telekommunikationsbranche sowie der Verteidigungs- und Energiesektor gewesen, aber auch Journalisten und Aktivisten in Russland und der Ukraine.

Dabei sei die als Ghostwriter bekannte Hackergruppe wieder aktiv geworden. Diese ziele durch E-Mail-Kompromittierung auf Personen ab und nutze dies, "um über das Internet Zugriff auf deren Social-Media-Konten zu erhalten". Laut Meta versuchte die Gruppe aktiv, Facebook-Konten ukrainischer Militärangehöriger zu übernehmen. Dies sei in einer "Handvoll" von Fällen erfolgreich gewesen. Es seien legitim aussehende Videos verbreitet worden, welche die ukrainische Armee zum Aufgeben aufgefordert hätten. Facebook entfernte die Videos.

Falschnachrichten und Betrügereien

Die Tätigkeiten anderer Gruppen beliefen sich darüber hinaus auf Postings in Polnisch und Englisch über ukrainische Truppen, die angeblich aufgegeben hätten. Zudem seien massenhaft Nachrichten gemeldet worden, die nicht gegen die Facebook-Regeln verstoßen hätten. Laut Bericht stoppten die Betreiber die Verfasser der falschen Meldungen.

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Letztlich hätten auch Betrüger den Ukrainekrieg für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Dabei seien durch vermeintliche Livestreams oder das Reposten von populären Inhalten viele Follower gesammelt worden. Diese seien auf Webseiten mit viel Werbung oder Merchandise verwiesen worden. Unterstützt worden sei das Vorgehen offenbar von übernommenen Accounts, die lange brach lagen, nun aber plötzlich alle aus Russland aktiv gewesen seien.

Alle aktuellen Golem.de-Artikel und weitere News zum Ukrainekrieg finden sich in unserem Liveblog.

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