Nicht realistischer als Wildlands

Noch eine Beobachtung in der Kategorie "Stimmung": Ubisoft bewirbt Breakpoint stellenweise als beinharte Soldatensimulation Das stimmt so aber nicht - im Gegenteil, die Handlung dreht sich neben dem Konflikt mit Walker stark um absurdes Hightech-Gedöns, richtig ernst nehmen kann man das leider nicht. Außerdem können wir uns (ausreichend Medizin und Bandagen vorausgesetzt) jederzeit heilen.

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Das in Trailern gezeigte Eingraben im Boden, um als sogenannter Ghost unsichtbar agieren zu können, wirkt cool - tatsächlich haben wir es aber in vielen Spielstunden kein einziges Mal sinnvoll nutzen können.

Schleichen ist zwar ein sinnvolles Mittel, aber dazu müssen wir einfach nur die auf der Minimap rot markieren Felder mit Feinden umlaufen - im Normalfall funktioniert das auch auf den höheren Schwierigkeitsgraden ganz gut. Besonders dann, wenn wir uns für die Klasse Panther entschieden haben. In Breakpoint können wir nämlich zwischen vier Spezialisierungen mit eigenem, riesigen Talentbaum wählen und als Scharfschütze, Standardkämpfer (Assault), Sanitärer und eben als Panther mit Vorteilen beim leisen Agieren entscheiden.

Später soll es weitere Klassen geben. Außerdem wichtig: Wir können beim Ausruhen im Biwak die Spezialisierung wechseln, etwa wenn wir versuchen möchten, eine feindliche Basis mit einer anderen Taktik unter Kontrolle zu bekommen. Das Zelt ist übrigens auch sonst nicht unwichtig, weil wir dort durch Essen und Trinken ein paar Buffs auf Gesundheit und Ausdauer bekommen, Vehikel ordern und in Ruhe an unserem Gear basteln können.

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Überhaupt spielen Waffen und die Ausrüstung eine große Rolle in Breakpoint. Ständig stolpern wir über neues Gerät, die es in Kisten oder nach Gefechten auf dem Boden von Auroa gibt. Der Zeitaufwand für die Begutachtung der Scharfschützengewehr, Pistolen, Maschinengewehre und Elektroschockwaffen ist beträchtlich, ohne dass wir dadurch viel Spaß oder spürbare Vorteile haben - wir haben nach drei Stunden immer noch mit dem ersten Gewehr gekämpft, einfach weil wir es wirksamer als alle gefundenen haben. Auch das - enorm effektive - Scharfschützengewehr vom Anfang des Spiels haben wir lange verwendet.

Die normalen Gefechte in Breakpoint fallen je nach Gegner ziemlich unterschiedlich aus: Menschliche Gegner erledigen wir schnell, wenn wir uns auf Headshots konzentrieren - nach ein oder zwei Schüssen ist der Feind erledigt. Roboter und Drohnen vertragen wesentlich mehr Treffer, dafür wehren sie sich im Normalfall nicht ganz so entschlossen wie die gegnerischen Soldaten. Von diesen Grundregeln gibt es zwar viele Ausnahmen, aber im Normalfall können wir so eben doch relativ überraschungsfrei über die Insel und die Kampagne oder sonstige Aufträge ziehen.

Neben den Gefechten gibt es einen weiteren Feind, der viel Aufmerksamkeit verlangt: Das ziemlich umständliche und unübersichtliche Menüsystem mit Karte, Ausrüstungsverwaltung, Einsatzjournalen, Talentbaum und weiteren Rubriken. Hier ist leider sehr viel Zeitaufwand nötig, um die Extras zu sortieren, die Missionen auszuwählen und was sonst noch nötig ist.

Konsolenspieler, die nicht mit einem Monitor direkt vor der Nase daddeln, haben hier noch das zusätzliche Problem, dass die meisten Texte extrem klein sind; größere Schriften lassen sich nur für die Untertitel aktivieren.

  • Drohnen haben uns entdeckt - das bedeutet: Gleich wird es ungemütlich und wir hauen lieber ab! (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Walker ist der Anführer der Wolves und unser Hauptgegner in der Kampagne. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Scharfschützengewehr ist sehr, sehr mächtig in Breakpoint. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Zum Spielstart basteln wir uns einen männlichen oder weiblichen Protagonisten. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Mit unserer eigenen Drohne kundschaften wir eine feindliche Stellung aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Im Talentbaum schalten wir nach uns nach Spezialfähigkeiten frei. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Biwak ist eine Art stationäre Heil- und Ausrüstungszentrum - leider können wir es nur an speziellen Stellen aufschlagen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Handlung wird mit vielen Zwischensequenzen erzählt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Im Itemshop gibt es viele Extras, die Spieler das Fortkommen erleichtern. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Für die Extras im Itemshop kann man viel Geld ausgeben. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Weltkarte zoomt schlecht und ist auch sonst ziemlich unübersichtlich. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Gelegentlich können wir in Dialogen aus mehreren Antworten wählen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
Mit unserer eigenen Drohne kundschaften wir eine feindliche Stellung aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Das Verwalten von Ausrüstung und Talenten nimmt viel Zeit in Anspruch, obwohl eine der größeren Neuerungen das zumindest im Ansatz eigentlich vereinfachen sollte: In Breakpoint gibt es nur noch einen Fortschritt, so dass wir im Einzelspielermodus und im Koop, aber auch im PvP-Modus Ghost War mit den gleichen Werten und Waffen antreten. Das bedeutet aber auch, dass wir vor Multiplayerpartien unter Umständen erst spezielle Ausrüstung auswählen müssen.

Ansonsten gefällt uns Ghost War recht gut, auch wenn sich die Vorteile der Scharfschützen aus der Alpha in den meist recht großen Arealen bestätigt haben. Ebenfalls bestätigt hat sich die Bedeutung von Markierungen. Damit werden Spieler kurzfristig mit einem auch auf Distanz für alle sichtbaren Symbol gekennzeichnet - sofern man ins Sichtfeld einer Drohne oder (in einigen Karten) einer stationären Überwachungskamera geraten ist.

Spieler merken anhand eines aufleuchtenden Warnsignals, dass sie markiert wurden. Dann können sie versuchen, die Markierung durch wildes Herumrennen oder gezieltes Verstecken wieder abzuschütteln. Bei den ersten Partien fanden wir das spannend und spaßig; langfristige Erfahrungswerte liegen natürlich noch nicht vor.

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 Ghost Recon Breakpoint im Test: Elitesoldaten auf der AbenteuerinselVerfügbarkeit und Fazit 
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Lanski 08. Okt 2019

Hm dann hab ich wohl aufgehört Division zu spielen bevor bestimmte Mechaniken rein...

Lanski 07. Okt 2019

Leider ... sind diesmal auch diverse Tarnfarben und andere Items NUR über den Shop...

Lanski 07. Okt 2019

Du kannst so alarme schneller beenden? Interessanterweise wissen die bei mir immer wo...

Lanski 07. Okt 2019

Leider +1 Ich habs gekauft ... es is nix ganzes und nix halbes. Abseits von den bereits...



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