Ghost of Tsushima: Der Wind als Wegweiser durch Japan

Schwarzweißmodus und Schleichen in einer offenen Welt: Trotz eigenständiger Ideen erinnert Ghost of Tsushima (PS4) an Assassin's Creed.

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Artwork von Ghost of Tsushima
Artwork von Ghost of Tsushima (Bild: Sony)

Das zu Sony gehörende Entwicklerstudio Sucker Punch hat in einer Videopräsentation erstmals ausführlich das Gameplay von Ghost of Tsushima gezeigt. Das im feudalen Japan angesiedelte Actionspiel bietet eine ebenso große wie offene Welt.

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In den sozialen Netzen führte das zu vielen Vergleichen mit Assassin's Creed - immerhin gab es vor einiger Zeit sogar Berichte, dass einer der nächsten Serienteile in Asien spiele.

Der Aufbau der Welt, die Verteilung von Siedlungen und das Reisen per Pferd erinnern tatsächlich an die Serie von Ubisoft. Allerding will Ghost of Tsushima viele eigene Akzente setzen. So dient in dem Spiel der Wind zur Wegfindung: Hauptfigur Jin Sakai - ein Samurai - kann sich von dahinziehenden Nebelschwaden zum ausgewählten Gebiet leiten lassen.

Es gibt zudem weitere Navigationshilfen, etwa Tiere. Vögel oder Füchse sollen den Spieler zu Schreinen oder Schätzen führen. In bereits besuchte Gebiete gelangen Spieler nach Angaben der Entwickler per Schnellreise.

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Ein wichtiger Punkt der Präsentation war das Kampfsystem. Grundsätzlich kann Jin als Samurai die direkte Konfrontation suchen und Gegner mit Pfeil und Bogen aus der Ferne ausschalten. Im Nahkampf greift er unter anderem zum Katana - da spritzt dann auch ordentlich Blut durch die sonst märchenhaft wirkende Welt.

Beim Angriff auf ein mongolisches Dorf war zu sehen, dass es ein System zum Parieren von Angriffen sowie unterschiedliche Kampfhaltungen gibt. Insgesamt wirkten die Auseinandersetzungen nicht allzu kompliziert.

Wahlweise kann der Spieler als "unehrenhafter Geist" (Kommentar der Entwickler) vorgehen, also schleichen und "schmutzige" Tricks verwenden. Bei der Attacke auf die Mongolen im gleichen Dorf hat er etwa die Option, die Wachen mit Knallfröschen abzulenken und sie aus dem Hinterhalt zu meucheln.

Ähnlich wie in Assassin's Creed gibt es in Tsushima den Sprungangriff von Dächern oder Mauern. Überhaupt erinnert das Vorgehen als Geist im feindlichen Dorf stark an die Serie von Ubisoft.

Ein wichtiges Element in Ghost of Tsushima ist offenbar die Anpassung der Hauptfigur an die persönlichen Vorlieben des Spielers. Waffen und Rüstungen sollen sich natürlich auf das Gameplay auswirken.

Außerdem sammelt Jin sogenannte Technikpunkte, mit denen er Fähigkeiten lernt und verbessert. So kann er irgendwann seine Feinde vergiften und Rauchbomben herstellen.

Spieler sollen in Ghost of Tsushima wahlweise mit japanischer Sprachausgabe spielen können. Zusätzlich gibt es einen sogenannten Samuraikino-Modus, in dem das Spiel in ausgewaschenem Schwarzweiß abläuft - das soll an Filmklassiker aus Asien erinnern.

Ghost of Tsushima erscheint nach aktueller Planung am 17. Juli 2020 für die Playstation 4. Das Tsushima im Titel bezieht sich auf den Schauplatz: Das Spiel ist im Jahr 1274 auf einer zwischen Japan und Korea gelegenen Insel - Tsushima - angesiedelt, auf der Jin gegen Invasoren aus der Mongolei kämpft.

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