GHash: 51 Prozent der Rechenleistung für Bitcoin in einer Hand

Erstmals in der Geschichte der Kryptowährung ist mehr als die Hälfte der Rechenleistung für längere Zeit einem einzelnen Rechnerverbund zuzuordnen. Das könnte US-Forschern zufolge langfristig die Stabilität des Bitcoin gefährden.

Artikel veröffentlicht am ,
Selfish Minig könnte durch die Macht der Mining Pools zu einem realen Problem werden.
Selfish Minig könnte durch die Macht der Mining Pools zu einem realen Problem werden. (Bild: Lam Yik Fei/Getty Images)

Am 12. Juni 2014 hat der Verbund GHash über zwölf Stunden lang mehr als 51 Prozent der Rechenleistung für Bitcoins gestellt. Dies sagten Wissenschaftler der US-amerikanischen Cornell-Universität im Gespräch mit Ars Technica.

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Damit war erstmals mehr als die Hälfte der wichtigsten Ressource für Bitcoin für längere Zeit in einer Hand und das auch noch durch einen Verbund, dessen Betreiber anonym sind. GHash hat schon in der Vergangenheit durch hohe Anteile an der Rechenleistung des Bitcoin-Netzes auf sich aufmerksam gemacht, seine technische Macht aber zuvor nie über so lange Zeit ausgespielt.

Problematisch ist dabei nicht nur, dass GHash selbst vergleichsweise riesige Mengen an neuen Bitcoins errechnen kann, sondern auch eine mögliche Blockadefunktion des gesamten Systems der Kryptowährung. Das Prinzip von Bitcoin sieht nämlich vor, dass alle Transaktionen von allen vernetzten Rechnern bestätigt und vermerkt werden müssen. Wenn ein Teilnehmer mit so großem Anteil wie GHash dabei nicht mitspielt, können Transkationen verhindert werden. Der gesamte Geldfluss mit Bitcoin könnte damit zum Erliegen kommen.

Ebenso ist es möglich, wie die Cornell-Forscher betonen, dass GHash nur noch die eigenen Transaktionen zulässt. Der Verbund wäre dann ein "Monopolist", so die Wissenschaftler. Er könnte wie eine Zentralbank agieren, die Transaktionsgebühren bestimmt und vorgibt, wer mit wem Geschäfte machen kann. Einer der größten Vorteile von Bitcoin, die dezentrale Struktur, wäre damit dann dahin.

Monopole schwächen Vertrauen

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Auch wenn solche Eingriffe noch nicht in großem Maß vorgekommen sind, geht es wie bei jeder Währung auch bei Bitcoin vor allem um Vertrauen. In einem Blogpost betonen die Wissenschaftler: "Es gibt absolut keinen Grund, GHash oder irgendeinem anderen Miner zu trauen". Zudem gelte: "Menschen in Machtpositionen missbrauchen ihre Macht häufig". Das Problem der Konzentration von Rechenleistung lasse sich nur lösen, so die Cornell-Forscher, wenn an Bitcoin strukturelle Änderungen durchgeführt würden, die große Mining-Pools wie GHash unattraktiv machen.

Bisher basiert Bitcoin vor allem auf immer schwieriger werdenden kryptografischen Verfahren, für die inzwischen mit den sogenannten "ASIC-Minern", aber auch Spezialhardware entwickelt wurde. Wirklich finanziell attraktiv ist das Mining nur noch mit diesen Geräten, mit herkömmlichen PC-CPUs und GPUs übersteigt die Stromrechnung schnell den Wert der geschürften Bitcoins. ASIC-Miner sind viel effizienter, aber auch in der Anschaffung viel teurer. Daher lohnt sich das Mining fast nur noch für ohnehin schon finanzkräftige Institutionen, die viele der Miner in Rechenzentren dauerhaft betreiben und stets auf die aktuellen ASICs wechseln.

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KritikerKritiker 06. Sep 2014

Schön und gut, dann wären jene, die darauf "gewartet" haben und sich schnell sehr viel...

berndelaleman 18. Jun 2014

auch wenns schon etwas her ist: http://www.avatrade.de/trading-info/range-of-markets...

fokka 17. Jun 2014

und wo wird das gemacht?? bitcoin minen ist schon im ansatz völlig lächerlich. künstlich...

ploedman 16. Jun 2014

https://googledrive.com/host/0BxT3xctJADb0OWRGTEYyZG0xOGM/aeNgBPO_460s_v1.jpg



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