GFU-Statistiken: Tablet-Absatzzahlen überholen Notebooks in Deutschland

Die GFU hat neue Quartalszahlen ausgegeben. Erstmals überholen dieser Statistik für private Nutzer zufolge die Tablet-Verkäufe die Verkäufe von Notebooks. Zudem verhindern die Tablet-Verkäufe einen Umsatzverlust im gesamten IT-Bereich. Der Ausblick ist für viele Bereiche trotzdem schlecht.

Artikel veröffentlicht am ,
Tablets werden bei Kunden immer beliebter.
Tablets werden bei Kunden immer beliebter. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Nicht nur der Desktopmarkt, sondern auch der Notebookmarkt ist laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Telekommunikationselektronik (GFU) rückläufig. Gleichzeitig hat der Tabletmarkt in den vergangenen Quartalen stark angezogen - und zwar weit stärker, als die Verluste im Bereich Rechner ausgefallen sind. Während der Verkauf von Notebooks im ersten Halbjahr 2013 verglichen mit dem Vorjahr um etwa 12 Prozent sank und die Desktops 7 Prozent verloren, haben Tabletanbieter ihre Verkäufe mit einem Plus von 109 Prozent mehr als verdoppeln können.

Stellenmarkt
  1. Software Functional Safety Manager (f/m/d)
    Aptiv Services Deutschland GmbH, Wuppertal
  2. Biomedizinische*r KI-Wissenschaftler*in (m/w/d)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

Die absoluten Zahlen zeigen zudem, dass die Tabletverkäufe im zweiten Quartal 2013 erstmals die Verkäufe der Notebooks überholten, wenn auch denkbar knapp. Der Handel konnte 1.124.000 Tablets verkaufen, während die Notebooks nur 1.114.000 Mal verkauft wurden. Der Desktopmarkt bewegt sich mit 288.000 abgesetzten Einheiten fast schon in eine Nische. Eine aufbereitete Grafik von Statista zeigt zudem die Entwicklung der vergangenen Jahre.

  • Tablets werden erstmals häufiger verkauft als Notebooks. (Grafik CC BY-ND 3.0: Statista)
Tablets werden erstmals häufiger verkauft als Notebooks. (Grafik CC BY-ND 3.0: Statista)

Es ist offenbar nicht so, dass die Anwender ein Tablet statt des Notebooks kaufen. Auch über die Durchschnittspreise lässt sich erkennen, dass ein Tablet meist ein Zusatzgerät ist und der Anwender schlicht in den drei Kategorien Tablet, Desktop und Notebook mehr Geld ausgibt. Ein Tablet kostete im ersten Halbjahr 356 Euro, während der Desktop bei 654 und das Notebook bei 611 Euro im Durchschnitt liegt. In Stückzahlen wurden 1,22 Millionen mehr Tablets im ersten Halbjahr 2013 verkauft als im Vorjahr. Gleichzeitig liegt der Verlust bei Notebooks und Desktop-PCs zusammen bei 375.000 Einheiten. Das heißt, der Handel konnte insgesamt fast 850.000 Geräte mehr an den Kunden bringen, die die GFU als PCs zusammenfasst. Der Umsatz steigerte sich jedoch in allen Bereichen nur um 6,2 Prozent, da die Durchschnittspreise von Tablets um fast ein Viertel innerhalb eines Jahres gefallen sind.

Das Interesse an Monitoren, Projektoren und Druckern geht verloren

Trotzdem hat es die IT-Branche schwer, denn gerade klassisches PC-Zubehör wird vom Anwender deutlich weniger stark nachgefragt. Die GFU verzeichnet Stückzahlenverluste von 7 bis 19 Prozent zum Halbjahr 2012 in den Bereichen Multifunktionsdrucker, Monitore, Drucker und Scanner. Ganz besonders hart hat es die Projektorbranche getroffen, die Einbußen von 33 Prozent hinnehmen musste. Dafür zahlten die Anwender mehr für diese Peripherie. Der durchschnittliche Preis für einen Monitor stieg beispielsweise von 171 auf 189 Euro.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.08.2022, virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Darüber hinaus gibt es einen deutlichen Trend weg von Speichermedien. Der Absatz von Rohlingen und Speicherkarten sowie USB-Sticks sinkt in Stückzahlen deutlich. Nur die Festplattenbranche kann sich freuen und steigerte den Absatz um fast 31 Prozent. Leider schlüsselt die GFU nicht auf, wie groß der Anteil von SSDs in dieser Statistik ist. Die Zahlen schließen aber beispielsweise auch NAS-Systeme ein.

Insgesamt reicht es im Halbjahresvergleich für einen Umsatzanstieg von 4,3 Prozent von 3,47 auf 3,62 Milliarden Euro. Der Umsatz von Tablets stieg von 531 auf 837 Millionen Euro. Der Tabletmarkt ist also alleine für das Umsatzplus der IT-Branche im Handel verantwortlich.

Wer sich für die Statistiken interessiert, findet die Cemix-Marktzahlen auf der Webseite der GFU. Die GFU ist auch Veranstalter der Internationalen Funkausstellung (Ifa) im September 2013 in Berlin.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


virtual 22. Aug 2013

Auf dem Tisch nur noch Maus, Keyboard & Monitor. Wo der Rechner ( hinter einem kleinen...

virtual 22. Aug 2013

..und das Paradigma, dass Applikationen keine eigenen (bisweilen fehlerhaften...

virtual 22. Aug 2013

Ich hab's dieser Tage mal von jemandem so gelesen: "Würde man mich mit so einem "App...

Lala Satalin... 21. Aug 2013

Ruckler sind etwas anders. Wenn du darauf wartest arbeiten zu können macht das nicht so...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
James Webb Space Telescope
Das Weltraumteleskop wird mit Javascript betrieben

Die in der Raumfahrt verwendete Software ist manchmal kurios. Im Fall des JWST wird das ISIM mit Javascript kontrolliert und betrieben.

James Webb Space Telescope: Das Weltraumteleskop wird mit Javascript betrieben
Artikel
  1. ADAC-Test: Elektroautos als Zugmaschinen - was bringt's?
    ADAC-Test
    Elektroautos als Zugmaschinen - was bringt's?

    Der ADAC hat den Stromverbrauch von Elektroautos mit Anhängern und Fahrradgepäckträgern gemessen. Gute Noten gibt es dabei keine.

  2. Macbook Air M2 im Test: Das Macbook ohne Lüfter, aber mit Notch und Magsafe
    Macbook Air M2 im Test  
    Das Macbook ohne Lüfter, aber mit Notch und Magsafe

    Im Vergleich zum Apple Macbook Pro ist das Air mit M2-Chip eine Generation weiter. Auch ohne Lüfter ist es ein leistungsstarkes Notebook.
    Ein Test von Oliver Nickel

  3. DDR5: Samsung plant 1-TByte-Speichermodul
    DDR5
    Samsung plant 1-TByte-Speichermodul

    2022 sollen 512-GByte-Riegel verfügbar sein, später die doppelte Kapazität. Davon profitieren Server-CPUs wie AMDs Epyc mit zwölf Kanälen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (MSI RTX 3090 Gaming 1.269€, Seagate Festplatte ext. 18 TB 295€) • PS5-Deals (Uncharted Legacy of Thieves 15,38€, Horzizon FW 39,99€) • HP HyperX Gaming-Maus -51% • Alternate (Kingston Fury DDR5-6000 32GB 219,90€ statt 246€) • Samsung Galaxy S22+ 5G 128 GB 839,99€ [Werbung]
    •  /