Abo
  • Services:
Anzeige
Google-Illustration zu Phishing
Google-Illustration zu Phishing (Bild: Google)

Gezieltes Phishing: 30 Minuten vom gehackten Mail-Account bis zum Zugriff

Google-Illustration zu Phishing
Google-Illustration zu Phishing (Bild: Google)

Eine effizienten Art des Phishing hat Google untersucht. Die Studie zeigt, dass die Angriffe raffinierter werden, so dass viele Nutzer darauf hereinfallen. Das Ziel ist nicht mehr nur Identitätsdiebstahl, sondern konkreter finanzieller Schaden.

Anzeige

Wenn einem Angreifer die Zugangsdaten eines E-Mail-Accounts bekannt sind, so erfolgt in 20 Prozent der Fälle binnen 30 Minuten ein Zugriff auf das Postfach. Dies ist eines der Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie (PDF), die Google in seinem Blog zusammengefasst hat. Die Sicherheitsforscher widmen sich darin nicht dem automatisierten Abfangen von digitalen Identitäten, sondern dem "manual hijacking".

Dabei geben sich die Angreifer mit menschlicher Arbeitskraft große Mühe, um ans Ziel zu gelangen. So verbringen sie, wenn sie so schnell auf einen Account zugreifen, über 20 Minuten damit, die Maildaten zu durchstöbern. Dabei ändern sie das Passwort des Kontos, so dass der rechtmäßige Inhaber keinen Zugriff mehr darauf hat. Dann folgt die Suche nach anderen Konten, die über die Mailadresse abgesichert sind. Das Ziel sind Bankdaten, soziale Netzwerke, aber auch das Adressbuch.

Über die Kontakte des kompromittierten Nutzers folgen mit persönlichen Anreden weitere Phishing-Attacken auf die Bekannten. Deren Risiko, auch Opfer einer Phishing-Attacke zu werden, steigt um das 36fache, wenn einer ihrer Kontakte bereits betroffen ist.

14 Prozent der Phishing-Opfer geben selbst Daten preis

Die Effektivität von gefälschten Webseiten, die zur Eingabe von Logindaten verleiten, ist ebenfalls recht hoch: In 45 Prozent der Fälle wurden dort Daten eingegeben, wenn die Seiten besonders gut gemacht waren. Bei den Phishing-Sites, die Google als durchschnittlich betrachtet, klappte das noch in 14 Prozent der Fälle, richtig schlechte Fakes waren noch bei 3 Prozent erfolgreich. Diese Zahlen sind bei dieser speziellen Art des Angriffs, der oft vorherige Recherche über die Person erfordert, nicht überraschend. Insgesamt ist die Verbreitung solcher Attacken aber noch gering, nur 9 von einer Million Nutzern pro Tag erleben einen solchen Angriff.

Neben dem allgemein angebrachten Misstrauen gegenüber E-Mails, die zum Besuch einer Webseite raten, empfiehlt Google dringend, Accounts über 2-Faktor-Authentifzierung zu sichern und starke Passwörter zu verwenden. Um im Falle eines Falles schnell selbst wieder Zugriff zu erhalten, sollte auch eine zweite E-Mail-Adresse - die auch gut geschützt sein muss - oder eine Mobilfunknummer angegeben werden. Schon seit Jahren bietet Google für seine Accounts an, darüber per SMS einen Code zur Wiederherstellung des Zugriffs zu versenden.


eye home zur Startseite
Van Bomber 10. Nov 2014

Funktioniert natürlich genauso. Hat aber leider den Nachteil, dass du dann zusätzlich...

benb 09. Nov 2014

"Am DE-CIX können nicht unbemerkt Port-Spiegelungen stattfinden, dort kennt man jeden...

sasquash 09. Nov 2014

Ich habe heute mal wieder einen "PayPal"Spoof-Mail gekriegt.. Natürlich an PayPal...

TC 08. Nov 2014

Yubikey braucht doch USB, oder? da bringt da mitnehmen doch nix, wenn man sich mal an...

ein_user 08. Nov 2014

DKB und kundenfreundlich? muhahaha ;) Ich hatte mal ein DKB Konto und habe online was...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Mavi Europe AG, Heusenstamm
  2. OSRAM GmbH, Regensburg
  3. Freie Hansestadt Bremen, Bremen
  4. Dataport, Bremen, Hamburg, Rostock


Anzeige
Top-Angebote
  1. 359,00€ statt 570,00€
  2. Alte PS4 inkl. Controller + 2 Spiele + 99,99€ = PlayStation 4 Pro (1TB) | +++ACHTUNG+++ Man kann...
  3. 13,99€

Folgen Sie uns
       


  1. HP, Philips, Fujitsu

    Bloatware auf Millionen Notebooks ermöglicht Codeausführung

  2. Mali-C71

    ARM bringt seinen ersten ISP für Automotive

  3. SUNET

    Forschungsnetz erhält 100 GBit/s und ROADM-Technologie

  4. Cisco

    Kontrollzentrum verwaltet Smartphones im Unternehmen

  5. Datenschutz

    Facebook erhält weiterhin keine Whatsapp-Daten

  6. FTTH

    Telekom will mehr Kooperationen für echte Glasfaser

  7. Open Data

    OKFN will deutsche Wetterdaten befreien

  8. Spectrum Next

    Voll kompatible Neuauflage des ZX Spectrum ist finanziert

  9. OmniOS

    Freier Solaris-Nachfolger steht vor dem Ende

  10. Cybercrime

    Computerkriminalität nimmt statistisch gesehen zu



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantenphysik: Im Kleinen spielt das Universum verrückt
Quantenphysik
Im Kleinen spielt das Universum verrückt

Radeon RX 580 und RX 570 im Test: AMDs Grafikkarten sind schneller und sparsamer
Radeon RX 580 und RX 570 im Test
AMDs Grafikkarten sind schneller und sparsamer
  1. Grafikkarte Manche Radeon RX 400 lassen sich zu Radeon RX 500 flashen
  2. Radeon Pro Duo AMD bringt Profi-Grafikkarte mit zwei Polaris-Chips
  3. Grafikkarten AMD bringt vier neue alte Radeons für Komplett-PCs

Hate-Speech-Gesetz: Regierung kennt keine einzige strafbare Falschnachricht
Hate-Speech-Gesetz
Regierung kennt keine einzige strafbare Falschnachricht
  1. Neurowissenschaft Facebook erforscht Gedanken-Postings
  2. Rundumvideo Facebooks 360-Grad-Ballkamera nimmt Tiefeninformationen auf
  3. Spaces Facebook stellt Beta seiner Virtual-Reality-Welt vor

  1. Re: unsrer Vorgehen in der Firma

    3dgamer | 01:39

  2. Re: Confluence ist ohnehin so ein komisches Produkt

    Apfelbrot | 01:06

  3. Re: Bei dem Upload....

    Squirrelchen | 00:49

  4. Re: Ein Gesetz muss her...

    RemoCH | 00:13

  5. Re: kann nicht sein...

    Prinzeumel | 00:04


  1. 19:00

  2. 18:44

  3. 18:14

  4. 17:47

  5. 16:19

  6. 16:02

  7. 15:40

  8. 14:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel