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Gewinne trotz KI-Blase: Investoren wenden Dotcom-Strategie an

Investoren wollen vom KI -Boom profitieren, aber Risiken vermeiden. Deshalb setzen sie auf Methoden der Jahrtausendwende.
/ Mike Faust
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Als die Dotcom-Blase platzte, ließen sich dennoch hohe Gewinne erzielen. (Bild: Pixabay / NickyPe)
Als die Dotcom-Blase platzte, ließen sich dennoch hohe Gewinne erzielen. Bild: Pixabay / NickyPe

Professionelle Investoren versuchen Wege zu finden, um von den steigenden Bewertungen von KI-Unternehmen zu profitieren, ohne dabei ein zu hohes Risiko eingehen zu müssen. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , setzen sie dabei auf eine Strategie, die bereits in der Dotcom-Ära angewandt wurde.

"Wir machen das, was von 1998 bis 2000 funktioniert hat" , erklärte Francesco Sandrini, der für Italien zuständige CIO der französischen Vermögensverwaltung Amundi, gegenüber Reuters. Man suche dabei nach Unternehmen mit hohen Wachstumschancen, die der Markt bisher übersehen habe, führt er aus.

Durch Wetten auf angemessen bewertete Unternehmen, die als Nächstes einen Aufschwung erleben könnten, hofft er Gewinne zu erzielen. Mögliche Investmentgelegenheiten sieht er dabei in Software-Unternehmen, dem Bereich der Robotik und asiatischer Technologie.

Die Schnellsten können gute Gewinne erzielen

Sandrini sieht zwar auch Anzeichen für eine irrationale Überschwänglichkeit an der Wall Street und hob dabei den Handel mit riskanten Optionen, die an den Aktienkurs großer KI-Unternehmen gekoppelt sind, hervor. Er geht aber dennoch davon aus, dass die Begeisterung für neue Technologien anhalten werde.

Simon Edelsten, CIO des in London ansässigen Goshawk Asset Management, sagte zu Reuters: "Die Wahrscheinlichkeit, dass dies (der KI-Boom) ein Reinfall wird, ist sehr hoch, da Unternehmen Billionen ausgeben und alle um denselben Markt kämpfen, der noch nicht existiert." Er erwartet, dass sich die Begeisterung für KI auf verwandte Sektoren ausbreite und damit die eine neue Phase eingeleitet werde.

Diese Verhalten spiegelt das Ergebnis einer Ökonomie-Studie(öffnet im neuen Fenster) wider, laut der Hedgefonds meist nicht gegen die Dotcom-Blase wetteten, sondern den Markt der Jahre 1998 bis 2000 geschickt ausnutzten, um ihre Gewinne zu erhöhen und Verluste rechtzeitig vor dem Abschwung zu vermeiden.

"Selbst im Jahr 2000, als der Höhepunkt erreicht war, konnten die Schnellsten gute Gewinne erzielen" , sagte Edelsten zu Reuters und fügte hinzu, dass das aktuelle Marktumfeld dem von 1999 sehr ähnele .


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