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Gewinn stark eingebrochen: Bosch spricht von schwierigem und schmerzhaftem Jahr

Im Jahresabschluss 2025 verzeichnet Bosch einen Gewinneinbruch von 45 Prozent. Die angekündigten Entlassungen belasten die Bilanz zusätzlich.
/ Mike Faust , dpa
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Bosch ist auf dem Weltmarktmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig. (Bild: THOMAS KIENZLE/AFP via Getty Images)
Bosch ist auf dem Weltmarktmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig. Bild: THOMAS KIENZLE/AFP via Getty Images

Die Bosch-Gruppe verzeichnete im Jahr 2025 eine erhebliche Verschlechterung ihres operativen Ergebnisses, welches um 45 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro einbrach. Trotz einer leichten Umsatzsteigerung auf 91 Milliarden Euro konnte der Konzern seine Gewinnziele nicht erreichen, was Konzernchef Stefan Hartung dazu veranlasste, das Geschäftsjahr 2025 gegenüber der Deutschen Presse Agentur als "schwierig" und "teils schmerzhaft" zu bezeichnen.

Laut Hartung gibt es mehrere Ursachen für diese Entwicklung. Zum einen sei Bosch mit einer immer noch schwächelnden Weltkonjunktur konfrontiert und wurde durch die Zölle der USA im Jahr 2025 zusätzlich belastet. Außerdem sei die Konkurrenz, vor allem durch chinesische Anbieter, enorm gestiegen.

In vielen Bereichen ist Bosch nicht mehr wettbewerbsfähig, möchte aber in westlichen Märkten dennoch zu den drei führenden Anbietern gehören. Das erfordere laut Hartung niedrigere Kosten und nachfrageorientierte Kapazitäten.

2,7 Milliarden Euro Rücklagen für geplante Entlassungen benötigt

Um den Wettbewerb wieder zu entzerren, fordert er von der Politik Local-Content-Regeln. Diese könnten Unternehmen, die staatliche Aufträge oder Förderungen erhalten, dazu veranlassen, einen bestimmten Teil der Wertschöpfung in Deutschland bzw. Europa stattfinden zu lassen.

Das Ergebnis wird auch durch die Stellenstreichungen belastet, die Bosch im September 2025 bekannt gab . Markus Forschner, Finanzchef bei Bosch, sagte dazu: "Die Kosten für sozialverträgliche Lösungen belasten unser Ergebnis erheblich." Weiter heißt es, dass Bosch dafür 2,7 Milliarden Euro an Rücklagen bilden musste, aus denen zum Beispiel Zahlungen für Abfindungen getätigt werden können.

Bosch beschäftigte Ende Dezember 2025 412.400 Menschen weltweit. Von den Entwicklungen im Konzern ist Deutschland allerdings überproportional betroffen. Hierzulande waren Ende 2025 123.100 Personen bei Bosch angestellt. Wegen der Lieferprobleme des Chipherstellers Nexperia musste Bosch im Oktober 2025 Kurzarbeit anmelden und gab im Dezember 2025 die Streichung von 500 IT-Stellen in Stuttgart bekannt.


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